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Ostern in Corona-Zeiten: Auch geklappert wird daheim | BR24

© BR / Anke Gundelach

Wegen der Corona-Gefahr kann auch das Klappern oder Ratschen an den Kartagen nicht wie gewohnt stattfinden.

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Ostern in Corona-Zeiten: Auch geklappert wird daheim

Wenn an Karfreitag keine Glocken läuten, dann sind in katholischen Gegenden die Kinder gefragt. Sie ziehen mit Klappern und Ratschen durch die Straßen und rufen zum Gebet. Wegen Corona muss das Brauchtum nun auch in Unterfranken zuhause stattfinden.

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Wegen der Corona-Pandemie fallen zu Ostern nicht nur die Gottesdienste aus. Auch eine alte katholische Tradition kann nicht wie gewohnt stattfinden: das Klappern oder Ratschen an den Kartagen. Wenn die Glocken schweigen, dann ziehen für gewöhnlich die Kinder (meist Ministranten) durch die Straßen und erinnern mit Lärm und Gesängen an die Gebetszeiten. Diesmal ist daran nicht zu denken.

Kinder sollen von daheim aus klappern

Das Bistum Würzburg empfiehlt allerdings, das Klappern nicht ganz ausfallen zu lassen und schlägt vor, diesen Dienst von zu Hause aus zu verrichten. Die Kinder könnten sich dazu an die Haustür oder ein offenes Fenster stellen. In etlichen Pfarrgemeinden gibt es auch bereits entsprechende Pläne. So soll unter anderem in Obereschenbach, Untereschenbach und Untererthal bei Hammelburg, in Wildflecken, Oberbach und Riedenberg im Oberen Sinngrund oder in Heustreu bei Bad Neustadt "dezentral" von daheim aus geklappert werden.

Wer Lust hat, kann mitmachen

Dabei sind jeweils nicht nur die Kinder, sondern auch deren Angehörige und andere Gleichgesinnte zum Mitmachen eingeladen. Auf eines muss im Zusammenhang mit dem Klappern diesmal allerdings tatsächlich verzichtet werden: auf das sonst übliche Einsammeln von Süßigkeiten, Eiern oder Geld an den Haustüren. Wer im Krisenjahr 2020 klappert, der tut dies wohl für Gotteslohn.

© BR Fernsehen

Die unterfränkische Ratschenbuben-Tradition muss dieses Jahr wegen Corona ausfallen. Damit die Gebete trotzdem Gehör finden, will sich der katholische Pfarrer Karl Feser in Bad Königshofen als Gebetsrufer vom Kirchturm betätigen.