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Osterferien mit Ausgangsbeschränkung: Was in Bayern erlaubt ist | BR24

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Für die Osterferien sagen die Meteorologen schönstes Frühlingswetter voraus. Da wächst die Versuchung, die eigenen vier Wände zu verlassen. Doch Polizei und Ordnungsämter haben verstärkte Kontrollen angekündigt - und es drohen hohe Bußgelder.

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Osterferien mit Ausgangsbeschränkung: Was in Bayern erlaubt ist

Ferienbeginn, Frühlingswetter und das Osterwochenende vor der Tür. Die weiterhin geltende Ausgangsbeschränkung in Bayern wird in den nächsten Tagen auf eine harte Probe gestellt. Was in den Osterferien erlaubt ist - und was nicht.

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Grundsätzlich gilt trotz des guten Wetters, überwiegend in den eigenen vier Wänden zu bleiben. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann appelliert zum Ferienbeginn an die Bevölkerung:

"Bitte bleiben Sie, auch wenn es schwerfällt, zuhause. Bitte stellen Sie sich selbst die Frage bei dem geplanten Ausflug, ob Sie sich oder andere damit gefährden."

Wegen des guten Wetters und Ferienbeginns habe er die bayerische Polizei angewiesen, am kommenden Wochenende verstärkt zu kontrollieren, ob die Regeln der Ausgangsbeschränkung eingehalten werden.

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Spazieren und Sport treiben im Park ja, Picknicken nein

Spazieren im Park, Joggen oder Radfahren - das alles geht weiterhin, zumindest alleine oder zusammen mit Menschen aus dem eigenen Haushalt. Nicht erlaubt ist dagegen längeres Verweilen im Park, zum Beispiel Picknicken. Die Sorge: Sobald eine Picknickdecke draußen liegt, folgen schnell weitere und die Wiese wird voll. Deshalb werde die Polizei in solchen Fällen einschreiten und die Leute wegschicken, sagte Münchens Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins dem BR. Das seien die Situationen, die vermieden werden sollen.

Grillen nur auf dem eigenen Grundstück erlaubt

Gleiches gilt beim Thema Grillen, das nur auf dem eigenen Grundstück und nicht in der Öffentlichkeit erlaubt ist.

Verstärkte Kontrollen der Polizei zum Ferienbeginn

Insgesamt werde die Polizei viel Präsenz in Parks und Erholungsgebieten zeigen, auch Fahrzeugkontrollen könne es geben. Bei Verstößen und uneinsichtigem Verhalten drohen Bußgelder, die bei 150 Euro beginnen und sich bei wiederholten Verstößen verdoppeln. Der Bußgeldrahmen reicht bis 25.000 Euro.

In die Berge fahren erlaubt, aber nicht empfohlen

Ausflüge in die Berge sind zwar weiterhin rechtlich erlaubt, aber auch der Deutsche Alpenverein rät dringend davon ab. Zu groß ist die Sorge, dass es zu Notfällen kommt, die dann Rettungskräfte und Krankenhäuser zusätzlich belasten. Einige Gemeinden im Münchner Umland haben laut Polizeisprecher Da Gloria Martins ihre Wanderparkplätze schon gesperrt. Mehrere Bürgermeister aus dem Oberland fordern von der Landesregierung eine staatliche Ausflugssperre, weil sie zu viele Ausflügler befürchten.

Wassersportaktivitäten ebenfalls nicht empfohlen

Ebenfalls abgeraten wird von Wassersportaktivitäten. Das teilte die bayerische Wasserwacht mit. Auch sie nennt als Grund die Sorge, dass es zum Beispiel durch Ausflüge mit dem Boot zu Notfällen kommt, die Rettungskräfte dann binden.

Verwandtschaftsbesuch zu Ostern muss ausfallen

Mit Blick auf Ostern bedeutet die Ausgangsbeschränkung auch, dass kein gewöhnlicher Verwandtschaftsbesuch stattfinden kann. Fahrten zu Personen, die nicht im gleichen Haushalt wohnen, sind auch am Osterwochenende nicht erlaubt.

Getrennt lebende Paare und Eltern dürfen sich besuchen

Eine Ausnahme von dieser Regelung gilt für Paare, die getrennt voneinander wohnen. Sie dürfen sich gegenseitig besuchen. Gleiches gilt auch für getrennte Eltern, bei denen der Nachwuchs mal bei einem Elternteil und mal beim anderen ist.

Ostereiersuche kann trotzdem stattfinden

Was die Ostereiersuche anbelangt, ist Münchens Polizeisprecher Da Gloria Martins optimistisch: Er sei sich sicher, dass die Osterhasen mit kreativen Wegen Osterüberraschungen ausliefern würden, ohne dabei gegen die Ausgangsbeschränkung zu verstoßen. Auch für Eltern ohne Garten gebe es Wege, die Ostereiersuche stattfinden zu lassen: "Wenn sie keinen eigenen Garten haben, aber eine Wiese in der Nachbarschaft und da ist keiner drauf, dann werden Sie keinen Polizisten in Bayern erleben, der da mit harter Hand durchgreift."

Allerdings mit einer Einschränkung – auch hierbei gilt wie bei allen Outdoor-Aktivitäten derzeit: Abstand halten.

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Kleine Menschengruppen am Starnberger See während der Ausgangsbeschränkung.

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