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Osterei oder Giftköder? Vorsicht im Landkreis Landshut | BR24

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Osterei oder Giftköder? Vorsicht im Landkreis Landshut

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    Osterei oder Giftköder? Vorsicht im Landkreis Landshut

    Eine Spaziergängerin hat auf einem Feldweg bei Vilsheim im Landkreis Landshut ein vermutlich vergiftetes Hühnerei gefunden. Besonders jetzt vor Ostern wird dazu geraten, Kinder keine herumliegenden Eier aufsammeln zu lassen.

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    Am Dienstagnachmittag hat eine Spaziergängerin auf einem Feldweg bei Vilsheim (Lkr. Landshut) ein höchstwahrscheinlich mit dem hochtoxischen Insektizid Carbofuran präpariertes Hühnerei gefunden. Wie der Landesbund für Vogelschutz (LBV) mitteilte, rief die Bürgerin umgehend die Polizei an und ließ diesen Giftköder sicherstellen. Vermutet wird, dass mit dem giftigen Ei möglicherweise Füchse oder Greifvögel getötet werden sollten.

    Appell an Eltern und Hundehalter: Vorsicht Giftköder!

    Der LBV hat Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht. Wegen des Verdachts auf Giftköder appellieren der LBV und die Gregor Louisoder Umweltstiftung (GLUS) an alle Eltern im Gebiet, ihre Kinder gerade in der Zeit vor Ostern keine herumliegenden Eier oder anderes Verdächtiges anfassen zu lassen.

    "Genauso wie es geschützte Greifvögel erwischen kann, stellen ausgelegte Giftköder auch für Kinder und Hunde eine echte Gefahr dar." Dr. Andreas von Lindeiner, LBV-Landesfachbeauftragter

    Auch Hundehalter sollten vorsichtig sein und ihre Tiere an die Leine nehmen. Das hochtoxische Gift Carbofuran wirkt bereits bei Hautkontakt und führt selbst in geringen Dosen zu Krämpfen.

    Giftköder machen langjährige Schutzbemühungen zunichte

    "Der Schutz der Öffentlichkeit ist ein zentrales Anliegen, wie auch die Aufklärung der Vergiftungsfälle", sagt Franziska Baur, GLUS-Fachreferentin für Naturschutz. "Wir werden nicht weiter zusehen, wie langjährige Schutzbemühungen um bedrohte, einheimische Tierarten durch illegale Tötung mit qualvollen Methoden - wie Vergiftung - zunichte gemacht werden und dafür sorgen, dass solche Straftaten in Bayern künftig strikter verfolgt werden!"

    Hinweise aus der Bevölkerung sind wichtig für die Aufklärung

    Die Aufklärung illegaler Tiertötungen sei schwierig, deshalb hoffen LBV und die Umweltstiftung auf Hinweise aus der Bevölkerung. Spaziergänger, die im Raum Vilsheim einen toten Wildvogel oder weitere auffällig gefärbte rohe Eier auf einer Wiese oder im Feld finden, können diese dem LBV oder der Polizei melden, so der LBV.

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