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Bildrechte: pa/dpa/Armin Weigel

Das Bistum Regensburg will seinen Priesternachwuchs weiter in der Heimat ausbilden. Überlegungen zur Zentralisierung der Priesterausbildung erteilt man eine Absage.

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Ostbayerns Priester werden weiter in Regensburg ausgebildet

Das Bistum Regensburg will seinen Priesternachwuchs auch in Zukunft in der Heimat ausbilden. Auch die künftigen Seelsorger aus der Diözese Passau werden hier betreut. Überlegungen zur Zentralisierung der Priesterausbildung erteilt man eine Absage.

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Von
  • Uli Scherr

Das Bistum Regensburg will die Ausbildung seines Priesternachwuchses auch in Zukunft in eigener Hand behalten. Es gebe keine Überlegungen, an der Priesterausbildung etwas zu verändern, sagte ein Sprecher des Bistums Regensburg auf BR-Anfrage. Zuvor hatte eine Arbeitsgruppe der Bischofskonferenz vorgeschlagen, angesichts der bundesweit nur noch wenigen Kandidaten für das Priesteramt die Ausbildung in Deutschland auf wenige Standorte zu konzentrieren.

"In absehbarer Zeit" keine Veränderung

Der Priesternachwuchs aus Ostbayern werde weiterhin in Regensburg ausgebildet, sagte der Bistumssprecher. Es gebe auch keinerlei Pläne, daran „in absehbarer Zeit“ etwas zu ändern. Bei den Vorschlägen aus der Arbeitsgruppe der Bischofskonferenz handle es sich lediglich um eine Diskussionsgrundlage für weitere Überlegungen.

Fünf Neupriester in Regensburg und Passau

In Regensburg und Passau finden am kommenden Wochenende die diesjährigen Priesterweihen statt. In Regensburg empfangen drei junge Männer die Weihe, in Passau sind es zwei.

Im Priesterseminar am Regensburger Bismarckplatz leben nach Angaben der Diözese zur Zeit rund 30 junge Männer und bereiten sich auf das Priesteramt vor. Zusätzlich wird hier auch der Seelsorge-Nachwuchs aus der niederbayerischen Nachbar-Diözese Passau ausgebildet. Die Theologische Fakultät an der dortigen Universität wurde nämlich bereits im Jahr 2008 mangels Nachwuchs aufgelöst.

1.000 Theologiestudenten in Regensburg

An der Theologischen Fakultät der Universität Regensburg fallen die vergleichsweise wenigen Priesteramtskandidaten kaum ins Gewicht. Nach Angaben der Fakultät sind an der Uni Regensburg derzeit mehr als 1.000 Studentinnen und Studenten der katholischen Theologie eingeschrieben.

Vorschlag: Zentraler Studienort München

Die Arbeitsgruppe der Bischofskonferenz hatte unter anderem vorgeschlagen, dass sämtliche Priesteramtskandidaten aus Deutschland ihr Theologiestudium künftig nur noch an drei Universitäten absolvieren sollen. Für Bayern wäre das die LMU in München. Das Vorbereitungsjahr aufs Studium, das sogenannte Propädeutikum, sollten die bayerischen Priesteramtskandidaten demnach zentral in Bamberg verbringen.

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