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"Ostbayern sieht schwarz"-Aktion der Händler

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"Ostbayern sieht Schwarz": Konflikt zwischen Inzidenz und Handel

Ostbayerische Unternehmen haben die Initiative "Ostbayern sieht schwarz" gegründet. Sie kritisieren, dass es derzeit keine Perspektiven gebe. "Click & Meet" solle auch bei einer Inzidenz von über 100 erlaubt sein.

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Von
  • Rudolf Heinz
  • BR24 Redaktion
  • Michelle Balzer

Drei Unternehmen aus Ostbayern haben die Initiative "Ostbayern sieht schwarz" gegründet. Dazu gehören die Unternehmensgruppe Frey, die mehrere Kauf- und Modehäuser in der Oberpfalz betreibt, das Modehaus Garhammer in Waldkirchen im Kreis Freyung-Grafenau und der Glasbetrieb Joska in Bodenmais im Kreis Regen. Ihrer Meinung nach geht dem Einzelhandel in Niederbayern und der Oberpfalz die Luft aus. Am Mittag um fünf vor Zwölf wollten die Initiatoren mit verschiedenen Aktionen im Internet auf sich aufmerksam machen.

"Wir wollen nicht demonstrieren und auch nicht dazu aufrufen, aber wir wollen ein Zeichen setzten." Helmut Hagner, Leiter der Frey- Unternehmensgruppe

Aufruf im Netz hundertfach geteilt

Auf ihrer Website www.ostbayern-sieht-schwarz.de haben die Händler dazu aufgerufen, bei der Aktion "Schwarzer Freitag" mitzumachen. Die Anhänger sollen beispielsweise Schaufenster oder Regale in Schwarz verhüllen und ein Foto davon in den sozialen Netzwerken posten. Auf Facebook ist der entsprechende Aufruf schon hundertfach geteilt worden.

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Auch dieses Eiscafé in Vilshofen beteiligte sich an der Aktion

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Ein Skelett als einziger Gast am Tisch

Anhänger nicht nur Geschäftsleute

Vor allem in den Sozialen Medien wie Facebook und Instagram schließen sich viele der Initiative an - nicht nur Geschäftsleute. "Ostbayern sieht Schwarz" fordert eine Öffnungsperspektive für Läden, Tourismus-und Freizeitbetriebe, aber auch für die Schulen, damit Familien entlastet werden. Darüber hinaus fordert sie unter anderem, dass der Einzelhandel "Click & Meet" auch bei einem Inzidenzwert über 100 anbieten darf, also das Einkaufen mit Terminvereinbarung und Kontaktnachverfolgung.

Frey bereitet Klage vor

Die Initiatoren haben auch einen offenen Brief an die Bayerische Staatsregierung geschrieben. Darüber hinaus hat Frey beim Landratsamt in Cham einen Antrag auf Öffnung der Mode- und Möbelhäuser gestellt, dieser Antrag ist aber vom Verwaltungsgericht in Regensburg abgelehnt worden. "Wir bereiten jetzt gerade eine Normenkontrollklage vor", so Helmut Hagner im BR-Interview.

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Helmut Hagner von der Modegruppe Frey ist Mitinitioator der Aktion.

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