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Rund 650 Kinder und Jugendliche aus Niederbayern und der Oberpfalz sind letztes Jahr von bayerischen Jugendämtern in Obhut genommen worden.

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    Ostbayerische Jugendämter nahmen 650 Kinder in Obhut

    Ihre Eltern waren überfordert oder sie wurden vernachlässigt: Im vergangenen Jahr haben die Jugendämter in Niederbayern und der Oberpfalz rund 650 Kinder aus ihren Familien geholt und in Obhut genommen. Bayernweit waren die Zahlen rückläufig.

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    Von
    • Uli Scherr

    Rund 650 Kinder und Jugendliche aus Niederbayern und der Oberpfalz sind letztes Jahr von bayerischen Jugendämtern in Obhut genommen worden. Häufigster Anlass sei die Überforderung der Eltern gewesen, in vielen Fällen habe es Hinweise auf Vernachlässigung oder körperliche Gewalt gegeben, teilte das Bayerische Landesamt für Statistik mit. In 15 Fällen habe man Anzeichen von sexueller Gewalt gesehen.

    Die meisten Kinder kommen ins Heim

    Eine Unterbringung außerhalb des Elternhauses soll Minderjährige laut Mitteilung schützen und eine Klärungshilfe in Krisen sein. Etwa Dreiviertel der betroffenen Kinder und Jugendlichen aus Ostbayern kamen der Statistik zufolge in Heime, der kleinere Teil zog zu Verwandten oder in betreute Wohnformen.

    Rückgang im Corona-Jahr

    Bayernweit wurden im Corona-Jahr 2020 etwas mehr als 3.300 Kinder aus ihren Familien geholt. In etwas mehr als der Hälfte der Fälle handelte es sich um Jungen. Insgesamt gab es der Behörde zufolge in Bayern rund 400 Schutzmaßnahmen weniger als noch im Vorjahr. Wieso die Zahlen zurückgingen, dazu macht die Behörde keine Angaben.

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