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Ostallgäuer Landwirt wegen Tierquälerei vor Gericht | BR24

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Ein Landwirt aus dem Ostallgäu muss sich wegen insgesamt 23 Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor dem Amtsgericht Kaufbeuren verantworten. Der Mann soll die Tiere auf seinem Hof stark vernachlässigt und nicht ausreichend versorgt haben.

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Ostallgäuer Landwirt wegen Tierquälerei vor Gericht

Ein Landwirt aus dem Ostallgäu muss sich wegen insgesamt 23 Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor dem Amtsgericht Kaufbeuren verantworten. Der Mann soll die Tiere auf seinem Hof stark vernachlässigt und nicht ausreichend versorgt haben.

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Jungtiere, die bis über die Mittelfußknochen im Dreck standen, abgemagerte Tiere und mehrere Rinder, die teils über Wochen tot im Stall lagen – all das wirft die Staatsanwaltschaft einen 50 Jahre alten Landwirt aus dem aus dem Ostallgäu vor. Insgesamt muss er sich wegen 23 Verstößen gegen das Tierschutzgesetz vor dem Amtsgericht Kaufbeuren verantworten.

Bauer soll kalbende Kuh sich selbst überlassen haben

Unter anderem soll der Mann eine hochträchtige Kuh nicht ausreichend überwacht haben. Ihr Kalb blieb laut Anklage bei der Geburt stecken, die Kuh und das Kalb sollen erhebliche Schmerzen und Leiden erlitten haben, bis sie schließlich verendeten.

Abgemagerte Tiere und Kadaver im Stall

Insgesamt rund 50 Tiere hielt der Bauer bis April 2019 auf seinem Hof. Für einen Neben-Stall hatte das Landratsamt bereits 2017 die Tierhaltung untersagt. Bei einer Kontrolle fanden Veterinäre dort fünf abgemagerte Jungtiere und die Kadaver von vier weiteren Rindern, die bereits zwei Wochen zuvor gestorben waren.