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Ostallgäu: Mehr Frauen in den Wald! | BR24

© BR / Michael Frick

Mehr Frauen ins Holz! Mareike Fischer aus Pfronten macht's vor: Die Arbeit mit der Motorsäge können Frauen ganz genauso verrichten.a

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    Ostallgäu: Mehr Frauen in den Wald!

    Jeder vierte Wald ist in Frauenhand, doch "ins Holz" gehen traditionell eher die Männer. Das Forstamt Ostallgäu möchte das ändern, denn weibliche Waldbesitzer legen mehr Wert auf Nachhaltigkeit und Artenschutz – davon könnten alle profitieren.

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    "Jetzt geh‘ ma ins Holz!": Wenn dieser Satz fällt, reden meistens Männer miteinander. Kein Wunder, mehr als 500.000 Waldbesitzer in Bayern sind männlich. Frauen machen dagegen eine Minderheit der Waldbesitzer aus – noch. Das Forstamt Ostallgäu will jetzt mehr Frauen "ins Holz" bringen.

    Nachhaltigkeit und Artenschutz: Frauen bringen neue Themen ins Holz

    Weibliche Waldbesitzer hätten enormes Potential: Sie sind nicht nur genauso zur Waldarbeit befähigt, sondern bringen auch einen anderen Fokus mit: "Frauen sehen nicht nur den Rohstoff Holz und die Holzernte. Sie haben das Wohl des Waldes im Sinn", wie Forstdirektor Stephan Kleiner sagt. Und von mehr Nachhaltigkeit sowie Arten- und Umweltschutz kann der Wald der Zukunft schließlich nur profitieren.

    Frauen im Wald: "Rantrauen!"

    Mareike Fischer aus Pfronten ist ein Beispiel dafür, dass Waldarbeit keineswegs nur Männersache ist:

    "Das können Frauen definitiv machen. Aber man sollte halt schon eine gewisse Fitness mitbringen und Motivation halt auch, sowas machen zu wollen . Sich mal rantrauen an die Maschine. Ich meine, es gibt in der Landwirtschaft auch viele Frauen, die auf dem Bulldog sitzen und mit den Maschinen arbeiten. Und ich finde, dann kann man genauso gut eine Motorsäge in die Hand nehmen." Mareike Fischer, Baumpflegerin aus Pfronten.

    Noch ist die Waldpflegerin aus Pfronten in der Minderheit. Das will Forstdirektor Kleiner ändern und Frauen gezielt für die Arbeit im Wald begeistern. Aktuell ist jeder vierte der Waldbesitzer in Bayern weiblich – und es werden bald noch viel mehr sein: In den nächsten zehn Jahr wird ein Drittel der Wälder an die nächste Generation übergeben – darunter viele Frauen.

    Waldbesitzerinnen: Spezielle Kurse und ein Netzwerk

    Förster Kleiner glaubt sogar, dass Frauen einen etwas anderen, weniger technischen Zugang zur Waldarbeit haben und offener sind für Themen wie Naturschutz, Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Deshalb will die Forstverwaltung im Ostallgäu jetzt spezielle Kurse für Frauen anbieten und ein Netzwerk nur für Waldbesitzerinnen aufbauen.