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Opposition fordert Sondersitzung und Akteneinsicht | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Bayern-Ei-Schild

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    Opposition fordert Sondersitzung und Akteneinsicht

    Die Opposition will eine Sondersitzung des Umweltausschusses im Landtag einberufen. SPD und Grüne halten die Informationen, die sie vom damaligen Umweltminister Huber bekommen haben, für unzureichend. Nun verlangen sie Einsicht in Original-Akten.

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    Der SPD-Verbraucherpolitiker Florian von Brunn kritisierte, Huber habe mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben. "Im Zentrum steht die Frage, warum Huber als Umweltminister 2014 die Öffentlichkeit nicht vor mit Salmonellen verseuchten Eiern aus Niederbayern gewarnt hat." Rosi Steinberger (Grüne) betonte: "Unsere Geduld ist langsam zu Ende." Die Sondersitzung sei die letzte Chance von Behörden und Ministern, Licht ins Dunkel zu bringen. "Unser Eindruck ist derzeit: Die Behörden sind skrupellos, die Minister ahnungslos", sagte sie.

    Unzureichende Erklärungen?

    In einem Brief an Landtagspräsidentin Barbara Stamm und die vier Landtagsfraktionen hatte Huber erklärt, welche Informationen er im Sommer 2014 zu den Salmonellen-Infektionen erhielt. Laut den von Huber zitierten Aktenvermerken vergingen damals mehrere Wochen, bis er über die im europäischen Lebensmittel-Schnellmeldesystem registrierten Salmonellenfälle überhaupt informiert wurde.

    Das Unternehmen Bayern-Ei hatte den Ermittlungen zufolge im Jahr 2014 mit Salmonellen verunreinigte Eier europaweit verkauft. Kontaminierte Eier der Firma sollen für zahlreiche Erkrankungen und den Tod eines 94 Jahre alten Mannes in Österreich verantwortlich sein.