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Opfer berichten – Hier wurden Kinder geschlagen | BR24

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Das Benediktinerkloster Metten: Seit den 50er-Jahren wurden hier Internatsschüler misshandelt.

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    Opfer berichten – Hier wurden Kinder geschlagen

    Berichte von Gewalt in kirchlichen Einrichtungen der Diözese Regensburg gibt es schon seit Langem. Jetzt sollen die Betroffenen eine Entschädigungszahlung erhalten. Diese Einrichtungen stehen jetzt unter anderem im Fokus:

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    Benediktinerkloster Metten (Landkreis Deggendorf): Abt Wolfgang Maria Hagl räumte bereits vor Jahren ein, dass Schüler des Klosterinternats immer wieder von Betreuern und Patres geprügelt wurden. Die Fälle reichen bis in die 50er-Jahre zurück. Der letzte bekannte Fall stammt aus dem Jahr 2007.

    Knabenseminar Obermünster Regensburg: Ehemalige Internatsschüler des Bischöflichen Knabenseminars haben wiederholt von Prügelstrafen durch ihre Betreuer berichtet. Das Knabenseminar Obermünster (später Westmünster) galt über Jahrzehnte als Zentrum zur Förderung von Priesternachwuchs. Es wurde 1998 mangels Nachwuchs geschlossen.

    Benediktinerkloster Metten (Landkreis Deggendorf): Nach Bekanntwerden des Missbrauchsskandals in der katholischen Kirche in Deutschland im Jahr 2009 meldete sich auch ein ehemaliger Internatsschüler des Gymnasiums im Benediktinerkloster Rohr, der von körperlichen Misshandlungen berichtete. Bei einem dann eingesetzten Sonderermittler im Kloster Rohr gingen aber zunächst keine weiteren Meldungen von Opfern ein.

    Mallersdorfer Schwestern: Prügel soll es ebenfalls in einem Kinderzentrum in Schrobenhausen gegeben haben, das von den "Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie" aus dem Kloster Mallersdorf im Landkreis Straubing-Bogen, den "Mallersdorfer Schwestern", betrieben wurde. Aber nicht nur die Nonnen aus Niederbayern sollen Gewalt ausgeübt haben. Auch der frühere Bischof von Augsburg, Walter Mixa, soll hier in seiner Zeit als Stadtpfarrer in Schrobenhausen Kinder geschlagen haben.