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Online-Unterricht muss nicht immer mit Problemen ablaufen, wie zwei Beispiele aus der Oberpfalz belegen.

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    Online-Unterricht an manchen Schulen auch ohne Probleme möglich

    Nicht immer läuft es rund im Online-Unterricht: Mal hakt die Technik, mal stören die Schüler bewusst die virtuelle Stunde. Doch es gibt Schulen, bei denen der Distanzunterricht gut funktioniert. Das zeigen zwei Beispiele aus der Oberpfalz.

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    Von
    • Michelle Balzer
    • BR24 Redaktion

    Das Internet und die Lernplattform funktionieren, die Schüler wissen, was zu tun ist - und sie haben bereits zu Beginn der Woche einen Überblick über die Videokonferenzen, Aufgaben und Abgabefristen: So kann Online-Unterricht aussehen.

    Wochenplan mit Arbeitsaufträgen und Terminen

    Die 12-jährige Evelyn besucht ein Gymnasium in der Oberpfalz und schildert dem BR ihren momentanen Schulalltag. Bereits am Sonntag bekommen sie und ihre Mitschüler einen Wochenplan mit Arbeitsaufträgen und Terminen für die Videokonferenzen geschickt. Diese Konferenzen sind geschützt. Nicht jeder kann daran teilnehmen, man muss erst eingeladen werden. So soll verhindert werden, dass sich Unbekannte einwählen.

    Kamera aus, Mikro stumm

    Nach dem Eintreten in die Konferenz wird zunächst die Anwesenheit kontrolliert. Das macht jeder Lehrer anders. "Manche kontrollieren die Teilnehmer, die im Chat bei der Konferenz zu sehen sind. Andere Lehrer, wie unsere Mathelehrerin zum Beispiel, hakt jeden einzeln ab, ob er da ist", so Evelyn. Danach geht es an den Unterricht. Die Kamera darf ausbleiben und die Mikrofone werden stumm geschaltet, daran hält sich nahezu die gesamte Klasse.

    Keine großen Störungen im Unterricht

    Größere Störungen durch die Schüler gab es in ihrer Klasse noch nicht, sagt Evelyn. Dennoch kam es zwischendurch schon zu dem einen oder anderen Vorfall mit einem offengelassenen Mikro: "Am Freitag vergangene Woche spielte ein Schüler offenbar neben der Videokonferenz ein Spiel. Dabei sagte er zum Lehrer ein schlimmes Wort, weil er wohl von der Videokonferenz genervt war." Doch das ist laut Evelyn eher die Ausnahme.

    Materialpaket für Grundschüler

    Auch in Grundschulen kann Distanzunterricht funktionieren. Das zeigt sich an der Grundschule Hagelstadt im Landkreis Regensburg. Lehrerin Jutta Jentsch erklärt, dass die Kinder jeden Montagmorgen ein Materialpaket bekommen, das alle Dinge beinhaltet, die sie für die Woche in Papierform brauchen - darunter Arbeitshefte oder auch Materialien für Kunst und Werken.

    Tagesplan über das Internet verfügbar

    Den Tagesplan erfahren die Kinder über das Internet, so Jentsch. "Das läuft über ein Padlet. Das ist wie eine digitale Pinnwand im Internet und da sehen die Kinder, was sie jeden Tag hintereinander erledigen sollen", sagt sie. Die Erstklässler bekommen an der Grundschule Hagelstadt außerdem jeden Tag eine Sprachaufnahme, in der die Lehrerin erklärt, was über den Tag zu tun ist. Freitags werden alle Aufgaben und Schreibarbeiten wieder abgegeben. Die Lehrer korrigieren diese über das Wochenende.

    Positive Rückmeldungen der Schüler

    Die Rückmeldungen der Grundschüler sind laut Jutta Jentsch überwiegend positiv. Ein Beispiel, an dem sie sieht, dass die Kinder auch im Online-Unterricht mit dabei sind, ist die stets hohe Teilnehmerzahl ihrer Kindersprechstunden: "Das sind Zeitfenster, in denen wir Lehrerinnen in unserem Videoraum sind und die Kinder dazukommen können. Dort können sie uns dann Fragen stellen oder Materialien in die Kamera halten, wenn sie Probleme haben."

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    Sendung

    Mittags in Niederbayern und Oberpfalz

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    • Michelle Balzer
    • BR24 Redaktion
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