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Online-Sprechstunde zu Atommüllendlager in Spessart und Odenwald | BR24

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Geeignete Gebiete für ein mögliches Atommüll-Endlager in Bayern

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    Online-Sprechstunde zu Atommüllendlager in Spessart und Odenwald

    Weite Teile von Spessart und Odenwald sind laut Landratsamt Miltenberg Gebiete, die für ein Endlager hochradioaktiven Abfalls infrage kommen würden. In einer einstündigen Online-Sprechstunde informierte darüber die Bundesgesellschaft für Endlagerung.

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    Die rund einstündige Online-Sprechstunde, die von der Bundesgesellschaft für Endlagerung auf ihrem Youtube-Kanal angeboten wurde, wurde von den Teilnehmern relativ schwach angenommen. Es ging darum, welche Gebiete für die Endlagerung hoch radioaktiven Atommülls infrage kommen und was die Kriterien dazu sind. Die Zuschauerzahlen schwankten zwischen 50 und 70 Personen. Das Landratsamt Miltenberg hatte auf diese Veranstaltung aufmerksam gemacht, weil weite Teile des Landkreises zur Endlagerung hoch radioaktiven Mülls geeignet sein könnten.

    Diskussion via Youtube-Livestream

    Zwei Geologen der Bundesgesellschaft beantworteten die Fragen sowie die Leiterin der Kommunikation, Dagmar Dehmer. Es kam zu Anfragen zum Gestein und seinen Beschaffenheiten, den Ausschluss- und Eignungskriterien vor. Verhandelt wurde eine ganzer Gebietsstreifen, der im Jargon der Geologen die Mitteldeutsche Kristallinzone genannt wird. Diese Zone erstreckt sich im Westen vom Schwarzwald über den Odenwald, den Spessart bis hin zum Thüringer Wald. In dieser Zone befinden sich Stellen, die nach dem derzeitigen Kenntnisstand der Geologen geeignet sein könnten für eine Lagerung des hoch radioaktiven Atommülls. In den kommenden Tagen und Wochen sind weitere Sprechstunden geplant, die auf der Webseite der Gesellschaft eingesehen werden können.

    Neue Suche nach geeignetem Endlager

    Nach Jahrzehnten des Dauerstreits wurde die Endlager-Suche gemeinsam auf null zurückgesetzt und mit einer "weißen Landkarte" neu begonnen. Der Prozess bietet aus Sicht des Bundesumweltministerium die Chance, einen über Jahrzehnte aufgeladenen gesellschaftlichen Konflikt dauerhaft zu befrieden. Ende September hatte allerdings die Veröffentlichung des ersten Zwischenberichts der Bundesgesellschaft für Endlagersuche (BGE) in Bayern für reichlich Kritik gesorgt: Dem Bericht zufolge sind etwa zwei Drittel des Freistaats zumindest geologisch für das angestrebte Endlager unter Tage für hoch radioaktive Abfälle geeignet, in Deutschland ist es gut die Hälfte der gesamten Landesfläche.

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    Fässer mit radioaktivem Inhalt (Symbolbild)

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