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Online-Shopping: Polizei warnt vor Betrug auf Ebay und Co | BR24

© picture-alliance/dpa

Die Logos von Ebay und Paypal.

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    Online-Shopping: Polizei warnt vor Betrug auf Ebay und Co

    Es sind nur wenige Klicks und dann bekommt man sein Schnäppchen zugeschickt: Über Online-Marktplätze, wie etwa Ebay, können Waren schnell und unkompliziert gekauft werden. Allerdings nur im Idealfall. Denn häufig werden Käufer im Internet betrogen.

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    Opfer von Internet-Betrügern wurde zum Beispiel ein 53-Jähriger in einem Fall, den die Polizei jetzt bekannt machte: Der Mann kaufte Anfang Januar über Ebay für rund 3.000 Euro einen hochwertigen Computer und freute sich noch, weil dieser rund 500 Euro weniger kostete als im Laden. Ein Schnäppchen, aber nicht so günstig, dass er stutzig wurde. Die Fotos wirkten echt, außerdem hatte der Verkäufer rund 500 gute Bewertungen auf Ebay. Der Käufer und der vermeintliche Verkäufer schrieben sich mehrmals Emails hin und her - diese wurden immer schnell und ohne Rechtschreibfehler beantwortet. Weil der Verkäufer die Zahlung über einen Bezahldienst (etwa Paypal) ablehnte, überwies der 53-Jährige ihm schließlich das Geld auf ein deutsches Konto. Doch die Ware erhielt er nie.

    Account gehackt, Geld beim Betrüger

    Das ist nur einer von circa zehn Warenbetrugsfällen im Internet, die der Münchner Polizei pro Tag gemeldet werden: Der Ablauf ist fast immer der gleiche: Käufer kaufen einen Artikel über Sofort-Kauf oder sie ersteigern ihn und überweisen dann das Geld an den Verkäufer. Entweder auf ein Konto oder mittels der Zahlungsmethode Paypal "Freunde und Familie". Erst wenn sie die Ware nicht erhalten, fliegt der Betrug auf. Doch die Täter sind schwer zu ermitteln. Denn der Account, über den der vermeintliche Verkäufer die Waren anbietet, ist oft gehackt (gehackte Accounts gibt es etwa im Darknet für geringe Summen zu kaufen). Gehackt sind auch meist die Bankkonten oder die Paypal-Accounts, auf die das Geld überwiesen werden soll. Das macht es auch für potenzielle Käufer so schwer, im Vorfeld betrügerische Angebote zu entlarven: Denn es werden zum Beispiel Ebay-Konten gehackt, die hunderte positive Bewertungen haben.

    Arglose Käufer fallen auf "Freunde"-Masche herein

    Insbesondere wenn das Geld via PayPal überwiesen werden soll, gehen Käufer zudem nicht von einem Betrugsfall aus. Dabei übersehen sie, dass der Verkäufer sie häufig darum bittet, den Service "Geld senden an Familie und Freunde" zu wählen. In dem Fall muss man nur die E-Mail-Adresse des vermeintlichen Freundes eingeben und dann landet das Geld auf seinem PayPal-Konto. In dem Fall kann der geprellte Käufer den PayPal-Käuferschutz nicht nutzen. Denn dieser gilt nicht für private Zahlungen zwischen "Freunden". Damit ist das Geld weg.

    "Finanzagenten" als ungewollte Komplizen

    Auch wenn das Geld auf ein Konto im Inland überwiesen werden soll, fühlen sich viele Käufer sicher. Doch auch bei deutschen Banken kommt es vor, dass Betrüger (zum Beispiel über das Postident-Verfahren) mit fremden Personalausweisen Konten eröffnen. Oder es handelt sich um Finanzagenten, die das Geld an die Betrüger weiter überweisen. Ihnen ist der Polizei zufolge oftmals gar nicht bewusst, dass sie von den Betrügern dafür missbraucht werden. Da heißt es dann, das Geld sei fälschlicherweise auf ihr Konto überwiesen worden und sie sollen es deshalb bitte weiter überweisen.

    Tipps der Polizei

    Betrugsfälle im Internet kommen laut Polizei bei Waren aller Art vor: hochwertige Elektro-Artikel wie Computer, edle Handtaschen oder Schuhe, Haushaltsgeräte, Felgen oder Kreissägen.

    Die Experten raten, größere Summen nie über Online-Marktplätze an Unbekannte zu überweisen. Generell sollten Artikel via Paypal (nicht über den Paypal Service Familie und Freunde!) bezahlt werden. Am besten ist es aber, die Waren persönlich abzuholen und in bar zu bezahlen