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Online-Petition zum Verbot des Donaulieds endet | BR24

© pa/dpa/Armin Weigel

Symbolbild "Streit um das Donaulied"

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    Online-Petition zum Verbot des Donaulieds endet

    Diese Petition hatte für viel Wirbel gesorgt: Am Wochenende läuft die Online-Unterschriftensammlung zum Verbot des "Donaulieds" aus. Rund 36.000 Stimmen wurden gesammelt - die Organisatoren wollen ihr Engagement ausweiten.

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    Die Online-Petition gegen das Donaulied endet am 15. August. In den drei Monaten seit Beginn der Aktion haben die Initiatoren aus Passau rund 36.000 Stimmen von Unterstützern gesammelt. Studentin Corinna Schütz, die die Aktion angestoßen hatte, sieht darin einen Auftrag, sich weiter gegen Sexismus in Bierzelten stark zu machen. Eine oft auf Volksfesten gespielte Fassung des Donauliedes beschreibt die Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens.

    Zuspruch und Gegenwind

    Mit der Online-Petition wollen die Initiatoren erreichen, dass das Lied auf Passaus Volksfesten nicht mehr gespielt wird. Über Parteigrenzen hinweg fanden Schütz und ihre Mitstreiter Zuspruch, unter anderem von Bayerns Sozialministerin Carolina Trautner (CSU). Es gab aber auch heftigen Gegenwind - sogar eine Gegen-Petition wurde gestartet. Mit der Petition "Rettet das Donaulied" haben sich vier Männer für den Erhalt des Lieds eingesetzt. Es gehöre zur Bierzelt- und Kneipenstimmung, argumentieren sie. Sie seien sich sicher, dass kein Mensch bei diesem Lied an eine Vergewaltigung gedacht habe, und dass dieser Text keinen Einfluss auf Straftaten habe. Diese Petition läuft am Sonntag (16.08.) aus und hat mittlerweile rund 6.000 Unterschriften gesammelt.

    Weniger Resonanz in Regensburg

    Die Initiatoren der Verbots-Petition wollen derweil in einem nächsten Schritt ihr Engagement auf andere Städte ausweiten. Dafür hätten sie schon Städte mit größeren Volksfesten angeschrieben, sagt Studentin Corinna Schütz. Die Rückmeldungen seien sehr unterschiedlich ausgefallen. Auch in Regensburg wurde vor zwei Monaten auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) eine Online-Petition gegen das Donau-Lied gestartet. Die Petition wurde bislang von 1.000 Personen unterstützt.

    Während einige Städte bereits viel für die Sicherheit von Frauen auf Volksfesten täten, spiele das Thema in anderen Städten noch eher eine untergeordnete Rolle. Auch mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sucht die Passauer Gruppe Schütz zufolge den Austausch.

    Bürgermeister von Passau will helfen

    Der Oberbürgermeister von Passau, Jürgen Dupper (SPD), hat jedenfalls bereits zugesichert, sich im Sinne der Anti-Donaulied-Initiatoren bei Festwirten einsetzen zu wollen. Die Stadt Montabaur (Westerwaldkreis) in Rheinland-Pfalz griff die Idee aus Niederbayern auf und verbannte das Donaulied per Stadtratsbeschluss aus ihren Bierzelten.

    In dem Liedtext heißt es: "Ich machte mich über die Schlafende her, Ohohoholalala, Sie hörte das Rauschen der Donau nicht mehr, Ohohoholalala" oder "Mein Mädchen, mein Mädchen, was regst du dich auf, Ohohoholalala / Für mich war es schön und für dich sicher auch."

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