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Online-Petition gegen Donaulied: Mehr als 36.000 Unterschriften | BR24

© BR/Katharina Häringer

Ergebnis der Donaulied-Petition: Mehr als 36.000 Menschen haben sich dafür ausgesprochen, dass das Donaulied nicht mehr auf Passaus Volksfesten gespielt wird.

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Online-Petition gegen Donaulied: Mehr als 36.000 Unterschriften

Die Online-Petition gegen das Donaulied ist beendet: Die Unterschriften werden nun an Passaus Oberbürgermeister übergeben. Mehr als 36.000 Menschen haben sich dafür ausgesprochen, dass das Donaulied nicht mehr auf Passaus Volksfesten gespielt wird.

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Von
  • Katharina Häringer
  • BR24 Redaktion

Die Online-Petition gegen das Donaulied ist beendet. Innerhalb von drei Monaten haben sie etwas mehr als 36.000 Menschen unterzeichnet und sich dafür ausgesprochen, dass das Donaulied nicht mehr auf Passaus Volksfesten gespielt wird. Die Petition fand bayern- und bundesweit Unterstützer. Aus der Dreiflüssestadt selbst unterschrieben sie rund 1.000 Personen.

1.000 Passauer haben unterschrieben

Am Dienstag werden die Initiatoren die Petition an Passaus Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) überreichen. Er hatte bereits angekündigt, das Gespräch mit Passaus Festwirten zu suchen und sie zu bitten, das Donaulied - egal, in welcher Version - nicht mehr in den Zelten spielen zu lassen.

Eine häufig auf Volksfesten gespielte Fassung des Donauliedes beschreibt die Vergewaltigung eines schlafenden Mädchens. In einer späteren Version, die der Schlager-Sänger Mickie Krause bekannt gemacht hat, willigt das Mädchen zum Geschlechtsverkehr ein.

Keine der Versionen soll mehr gespielt werden

Initiatorin ist die Passauer Studentin Corinna Schütz. Sie will sich mit der Petition gegen Sexismus in Bierzelten stark machen. Sie hat mittlerweile ein Aktionsbündnis gegründet. Die Studierenden haben sich Bayerns zehn größte Volksfeste vorgenommen und in den Städten die Wirtschaftsreferate kontaktiert.

Stadt Nürnberg will ebenfalls Verbot

Die Stadt Nürnberg hat schon zugesagt, dass sich der Schaustellerverband um ein Verbot des Lieds kümmern will. Es soll in die Verträge aufgenommen werden. In Erlangen will die Stadt die Verträge prüfen, auch in Würzburg wird die Stadt das Thema mit in die nächste Sicherheitskonferenz nehmen. München verweist darauf, dass es für das Oktoberfest bereits einen Passus gibt, der es den Musikern verbietet, Lieder diskriminierenden Inhalts zu spielen.

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