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Online-Parteitag der FDP: Für mehr soziale Aufstiegschancen | BR24

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Die bayerische FDP will den "Bavarian Dream" träumen. Unter dieser Überschrift setzt sich die Partei für eine moderne Sozialpolitik und für Chancengleichheit ein.

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Online-Parteitag der FDP: Für mehr soziale Aufstiegschancen

Mit großer Mehrheit hat die bayerische FDP ihren Leitantrag "Bavarian Dream - moderne Sozialpolitik für eine faire Chancengesellschaft" verabschiedet. Beim ersten virtuellen Parteitag stimmten 97,14 Prozent der Delegierten für das Papier.

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Die bayerische FDP will mehr soziale Aufstiegschancen für alle Menschen – und zwar durch mehr Eigenverantwortung, mehr Bildungsgerechtigkeit und mehr staatliche Hilfe, für die, die sie brauchen. Der Landesvorsitzende, Daniel Föst, sagte beim ersten digitalen Parteitag der Liberalen, es brauche einen Neustart in der Sozialpolitik. Ein Aufstiegsversprechen.

Auch Chancen durch Corona

Zu Beginn des Parteitags dankte Daniel Föst, der Landesvorsitzende der bayerischen FDP, allen Delegierten dafür, dass sie mit ihm Neuland beträten: Wir alle lebten in einer Zeit, in der sich so viel verändere, wie wir es wahrscheinlich nie erwartet hätten. Durch die Corona-Krise seien auch neue Chancen entstanden. Er hätte zwar auf die Krise verzichten können, dass die Schulen geschlossen gewesen und die Kinder daheim eingesperrt gewesen seien. Aber leider habe Deutschland und Bayern sich nur so bewegt.

Jetzt sei entscheidend, dass Deutschland und Bayern nach der Krise besser, schneller und zukunftsfähiger dastünden. Das müsse der Anspruch aller Parteien seien. Er stelle fest, dass immer mehr Menschen in eine Art All-inclusive-Mentalität rutschten. Alle erwarteten, dass der Staat alles regele.

Architekt des eigenen Lebens

Laut Föst ist es jetzt an der Zeit, mit mehr Eigenverantwortung, mehr staatlicher Unterstützung und mehr Bildungsgerechtigkeit dafür zu sorgen, dass alle Menschen soziale Aufstiegschancen haben. Dass jeder der Architekt seines Lebens sein könne.

Die Landtagsabgeordnete Julika Sandt warf Ministerpräsident Markus Söder vor, er habe in der Corona-Krise den Abgeordneten jegliche Gestaltungsmöglichkeit genommen, und wie ein Sonnenkönig alle Macht an sich gerissen. Jetzt sei es an der Zeit zu beweisen, dass die FDP die richtige Partei sei, um mitzugestalten – das zeige nicht zuletzt der Leitantrag, überschrieben mit "Bavarian Dream" – bayerischer Traum.

Helden, weil selbstbestimmt

Lukas Köhler, der FDP-Generalsekretär, forderte die Delegierten auf, an die Helden ihrer Kindheit zu denken: Egal ob Wicki, Marie Curie oder Superman, ihnen allen sei gemeinsam, dass sie selbst die Steine aus dem Weg geräumt und über ihren Weg entschieden hätten.

Konkret stellt die FDP in ihrem Leitantrag die Frage, an welchem Punkt im Leben eines Menschen der Staat helfen könne. Jeder einzelne müsse entscheiden können, ob er aufsteigen wolle oder eben nicht. Der erste Schritt, so Köhler, sei mehr Gerechtigkeit bei der Bildung. Der zweite, dass man auch im Arbeitsleben für sich sorgen könne. Für ein Eigenheim, für die eigene Rente.

Am Ende verabschieden die Delegierten den "Bavarian Dream" mit großer Mehrheit – und damit endete ein Parteitag, bei dem jeder Redner ein bisschen Privates offenbarte: der eine vor der Bücherwand im Büro, der andere unterm Sonnenschirm auf der Terrasse.

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Mit großer Mehrheit hat die bayerische FDP ihren Leitantrag "bavarian dream - moderne Sozialpolitik für eine faire Chancengesellschaft" verabschiedet. Beim ersten virtuellen Parteitag stimmten 97,14 Prozent der Delegierten für das Papier.

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