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Online-Klimastreik: Fridays For Future trotzt Corona | BR24

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Fridays For Future hatte wieder einmal zum Klimaprotest gerufen und Tausende kamen - wegen des Coronavirus die Allermeisten nur online. Vereinzelt gab es aber auch reale Plakataktionen, bei denen die Abstandsregeln eingehalten wurden.

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Online-Klimastreik: Fridays For Future trotzt Corona

Wie soll man demonstrieren unter den Bedingungen von Ausgangsbeschränkungen wegen Corona? Die Antwort der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" war heute ein sogenannter "Online-Streik" mit punktuellen Straßenaktionen auch in Bayern.

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Auch mitten in der Corona-Krise haben in vielen Städten im Freistaat Tausende Menschen unter besonderen Bedingungen an den Protesten der Klimaschutzbewegung "Fridays for Future" teilgenommen. Bundesweit und auch in Bayern gab es zusätzlich zu einem von der Bewegung ausgerufenen digitalen "Netzstreik" alternative Proteste unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen.

"Kein Impfstoff gegen Klimawandel"

"Wir sind noch da" und "Gegen Klimawandel gibt es keinen Impfstoff" stand etwa auf den Plakaten einiger vereinzelter Demonstranten, die sich in Nürnberg vor dem Rathaus aufgestellt hatten – mit Mundschutz und Sicherheitsabstand.

In Erlangen haben zwei Fridays for Future-Aktivisten ein großes Protestplakat über ihren Balkon gehängt: "Raus aus der Kohle - rein in die Zukunft!" steht darauf. Louisa Schocke von Fridays for Future Erlangen dazu: "Normalerweise wären wir heute mit ganz vielen Menschen auf der Straße, aber wegen Corona geht das nicht. Wir sind stattdessen heute im Netz unterwegs."

#NetzstreikFuersKlima

Unter dem Hashtag "Netzstreikfürsklima" laden sie Fotos von sich hoch, wie sie mit dem Demoschild auf dem Balkon sitzen. Sie hängen Transparente aus dem Fenster, verteilen Demoschilder in der Stadt und sind so trotz Ausgangsbeschränkung präsent. Es sind punktuelle Aktionen verteilt über ganz Bayern: Transparente am Dechsendorfer Weiher nahe Erlangen, vor den Rathäusern von Nürnberg und München, in Amberg und Regensburg.

Zwar haben sich auch beim zentralen Webstream aus Berlin, verfolgt von rund 20.000 Menschen, immer wieder Aktivisten aus Bayern eingeklinkt. Aber es ist ihnen klar, dass man schon eigentlich auch auf der Straße sein muss, um Menschen außerhalb der eigenen Blase zu erreichen.

Leon Überall von Fridays for Future Augsburg: "Es ist natürlich immer so, dass man ein Freudengefühl hat, wenn man sieht, wie viel Leute hinter der Sache stehen." Das hätten sie jetzt natürlich nicht, und das sei schade. "Aber wir haben jetzt die Onlineaktionen, vernetzen uns gut und passen aufeinander auf", zeigt sich Leon Überall dennoch zufrieden.

Nach Corona: Klimafreundliches Konjunkturprogramm

Auf dem Rathausplatz in Augsburg verteilten Aktivisten von Fridays for Future Plakate auf dem Boden. Die Schüler, die sie geschrieben hatten, durften aber wegen der Ansteckungsgefahr nicht da sein. Die wichtigste Forderung: Wenn der Staat jetzt viele Milliarden für Coronahilfen ausgibt, die auch die jungen Menschen von heute noch mit ihren Steuergeldern über Jahrzehnte zurückzahlen müssen, dann soll er das nicht einfach für die nächste Abwrackprämie tun. Sondern so, dass der klimafreundliche Umbau der Wirtschaft vorankommt.

"Weil wir das Gefühl haben, dass die Coronakrise – sie ist schrecklich – momentan alles überschattet. Aber trotzdem muss man auch bei der Klimakrise am Ball bleiben, denn wir haben nur begrenzt Zeit, etwas zu tun", sagt ein Demonstrant. "Fight every crisis" war ein viel zitiertes Motto – "bekämpft jede Krise" – nicht nur Corona, sondern auch die Klimakrise, die die Welt noch sehr viel länger in Atem halten wird als das Virus.

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Der Klimaschutz ist in Zeiten der Corona-Krise weit in den Hintergrund gerückt. Das will die "Fridays for Future" Bewegung wieder ändern. Sie hat daher zum Protest im Internet aufgerufen.

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