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Bildrechte: dpa-Bildfunk/Bernd Thissen

Die Bahn rechnet mit Einschränkungen wegen Omikron.

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Omikron: Infrastruktur vorbereitet – DB erwartet Einschränkungen

Der Corona-Expertenrat der Regierung warnt, dass von den steigenden Infektionszahlen auch die sogenannte kritische Infrastruktur betroffen seien. Die Stadtwerke Bamberg und Forchheim sehen sich gut vorbereitet. Die Bahn rechnet mit Einschränkungen.

Von
Claudia GrimmerClaudia Grimmer
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Bereits im Oktober hätten die Stadtwerke Forchheim auf die steigenden Inzidenzzahlen reagiert, so Christian Sponsel. So sei beispielsweise das Homeoffice für Mitarbeiter ausgeweitet worden. Zudem habe man versetzte Schichtzeiten und feste Teams eingerichtet, erklärt der technische Geschäftsführer der Stadtwerke Forchheim.

Feste Teams und angepasstes Hygienekonzept

"Aktuell sehen wir in der Verbreitung der Omikron-Variante keine Gefahr für die Energie- und Wasserversorgung und den Betrieb des Glasfasernetzes durch die Stadtwerke Bamberg", so Jan Giersberg. Zu Beginn der Pandemie seien die Hygieneschutzkonzepte erstellt und immer wieder angepasst worden. So gebe es Zutrittsbeschränkungen, Notfalldienstpläne, aber auch die Isolierung von Teams, erklärt der Sprecher der Stadtwerke Bamberg. Hinzu käme die überdurchschnittlich hohe Impfquote unter den Mitarbeitern. Auch Boosterimpfungen würden kontinuierlich angeboten.

"Wir werden auch an Weihnachten die Entwicklungen ganz genau beobachten und unsere Sicherheitsvorkehrungen an die Rahmenbedingungen anpassen", so der Sprecher der Stadtwerke Bamberg. Dazu sei ein Krisenstab eingerichtet worden, der auch an den Weihnachtsfeiertagen ständig im Einsatz sei.

Die Zahl der Krankmeldungen im Bereich ÖPNV sei auf einem normalen Niveau bei den Verkehrsbetrieben in Bamberg. Klar sei aber auch, dass noch kein Omikron-Fall in Bamberg oder dem Landkreis bekannt sei.

Deutsche Bahn rechnet mit Einschränkungen

Schon jetzt musste die Westfrankenbahn ihr Fahrplanangebot aufgrund eines erhöhten Krankenstandes reduzieren. Betroffen von steigenden Krankheitsfällen sind zunehmend auch Bahnverbindungen in Oberfranken. Einen "Coronabedingter Busfahrplan" bis 7. Januar gibt es beispielsweise bereits für die Strecke Lichtenfels-Coburg-Sonneberg.

"Auf der Linie 49 kommt es wegen coronabedingt erhöhter Krankenstände zu Zugausfällen und Schienenersatzverkehr durch Busse." Deutsche Bahn

Betroffen seien durch den erhöhten Krankenstand unter den Lokführern auch die Verbindungen Bamberg-Frankfurt (RE 54), S1 (Hartmannshof-Bamberg) und S2 (Nürnberg-Roth).

Polizeigewerkschaft: Omikron darf nicht zum "Notbetrieb" führen

Die Deutsche Polizeigewerkschaft Bayern (DPoIG) fordert eine Ausnahmeregel für die Polizei als Teil der kritischen Infrastruktur. Geboosterte Beamte müssten sich nach einem Kontakt mit Omikron-Infizierten nach sieben Tagen freitesten können, so der DPolG-Landesvorsitzender Jürgen Köhnlein.

"Die Einsatzfähigkeit der Polizei darf nicht dadurch eingeschränkt werden, dass Polizeibeschäftigte nach dem Kontakt mit Omikron-Infizierten wegen einer 14-tägigen Quarantäne ausfallen." Jürgen Köhnlein, DPolG-Landesvorsitzender

Der massenhafte Ausfall Covid-19-Infizierter und deren Kontaktpersonen würde den polizeilichen Dienstbetrieb zu Lasten der Prävention und Verfolgung von Straftaten spürbar einschränken.

BRK: Corona-Testungen um das Neunfache gestiegen

Das BRK warnt anlässlich der bevorstehenden Feiertage vor einer Zuspitzung des Infektionsgeschehens durch Familienfeste und weiteren Begegnungen. "Tests vorm Fest können dabei ein spürbares Mehr an Sicherheit bieten", so die BRK-Präsidentin Angelika Schorer.

Viele Hilfsorganisationen hätten ihr Testangebot ausgeweitet. Auch über die Weihnachtsfeiertage stehe das kostenlose Testangebot zur Verfügung. Gerade die Testzentren erleben in diesen Tagen einen nie dagewesenen Ansturm, so haben sich die täglichen Testungen in den letzten fünf Wochen um das Neunfache erhöht.

RKI warnt: Omikron-Variante verbreitet sich schnell

Das Robert Koch Institut rechnet mit einer beginnenden pandemischen Welle durch die Sars-Cov-2-Variante Omikron. Ein Blick ins Ausland zeige, "dass durch diese Variante mit einer Infektionswelle von bisher noch nicht beobachteter Dynamik gerechnet werden muss", so das RKI.

Davon seien nicht nur die Gesundheitsversorgungsstrukturen in Deutschland betroffen. "Auch mit einer darüber hinausgehenden Beeinträchtigung der kritischen Versorgungsstrukturen (z. B. Transport- und Produktionsketten, Energie, Polizei, Feuerwehr etc.) muss gerechnet werden."

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