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"Oma Ingrid" muss ins Gefängnis | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2019

Das Urteil gegen Ingrid M. ist rechtskräftig.

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    "Oma Ingrid" muss ins Gefängnis

    Sie wurde bundesweit als "Oma Ingrid" bekannt: Ingrid M. aus Bad Wörishofen im Unterallgäu. Das Urteil gegen sie ist jetzt rechtskräftig. Damit muss die 86-Jährige für vier Monate ins Gefängnis - wegen Diebstahls.

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    Vor Gericht musste sich Ingrid M. aus Bad Wörishofen im Unterallgäu verantworten, weil sie im April 2018 in einem Supermarkt Puder, Wimperntusche, eine Gesichtscreme, Haarklammern und Sahnesteif entwendet hatte. Jetzt hat das Bayerische Oberste Landesgericht das Urteil gegen die 86-Jährige in letzter Instanz bestätigt. Damit ist klar: Die als "Oma Ingrid" bundesweit bekannt gewordene Seniorin muss für vier Monate ins Gefängnis.

    Langer Streit um "Oma Ingrid"

    Der Entscheidung ging eine lange juristische Auseinandersetzung voraus. Das Amtsgericht Memmingen hatte Ingrid M. zu vier Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt. Staatsanwaltschaft und Verteidigung legten Berufung ein. Das Landgericht Memmingen verwarf die Berufungen und bestätigte das Urteil des Amtsgerichts.

    Urteil gegen "Oma Ingrid" jetzt rechtskräftig

    Auch dagegen legte die Angeklagte Rechtsmittel ein, sodass jetzt letztinstanzlich das Bayerische Oberste Landesgericht entschied (6. Strafsenat vom 11.10.19). Ingrid M. war schon 2017 zu einer dreimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt worden - wegen des Diebstahls von Kosmetikartikeln, unter anderem Haarfärbemittel. Allerdings wurde sie nach 55 Tagen entlassen. Nun also muss sie erneut hinter Gitter.