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Blick über den Olympiasee aufs Olympiastadion
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Birgit Grundner
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Blick über den Olympiasee aufs Olympiastadion

"Was uns als Optimum vorschwebt, wäre eine Auflage der European Championships mit Leichtathletik, Schwimmen, Rudern, Radfahren, Triathlon, Turnen und Golf", sagte Olympiapark-Geschäftsführerin Marion Schöne in einem Pressegespräch. Die Bewerbung müsste noch dieses Jahr raus. Und wenn alles nach Plan läuft, könnte München schon im Frühling den Zuschlag für eine Art "Mini-Olympia" 2022 bekommen, so Schöne.

Ausgaben von mehr als einer Million Euro

Zuerst einmal braucht es dafür freilich entsprechende Signale von der Stadt, die schließlich mitziehen muss – auch in finanzieller Hinsicht. Ohne die Beteiligung der öffentlichen Hand ließe sich so eine  Großveranstaltung kaum durchziehen. Die Rede ist von Ausgaben, die deutlich über 100 Millionen Euro liegen und nur teilweise durch den Ticketverkauf und Sponsoren wieder hereinkommen würden.

Sanierungsarbeiten im Olympiapark

Nach den Jubiläumsfeierlichkeiten wird der Olympiapark dann zur Großbaustelle: Vor allem das Stadion muss dringend saniert werden. Die Heizungs- und Sanitäranlagen in den Katakomben machen zum Beispiel Probleme, ebenso der Brandschutz. Ab Oktober 2022 wird das Stadion für 20 Monate komplett geschlossen. 

Danach gehen die Sanierungsarbeiten noch drei oder vier Jahre im laufenden Betrieb weiter – das heißt, sie beschränken sich jeweils auf die Monate Oktober bis März, so dass die Open Air-Veranstaltungen in den Sommern wieder stattfinden können.

Stadion und Olympiaturm gesperrt

Mindestens 108 Millionen Euro wird es kosten, das Stadion wieder auf Vordermann zu bringen. Das Jahr 2023 wird besonders hart: Dann ist das Stadion immer noch geschlossen, und zusätzlich wird auch noch der Olympiaturm für Besucher gesperrt, weil er ebenfalls saniert werden muss.

Blick auf den Olympiasee im Olympiapark in München.

Blick auf den Olympiasee im Olympiapark in München.