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Olaf Bandt neuer Bundesvorsitzender des BUND | BR24

© Nick Jaussi / BUND

Symbolbild: BUND-Flagge bei Demonstration

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    Olaf Bandt neuer Bundesvorsitzender des BUND

    Der BUND hat einen neuen Vorsitzenden: Olaf Bandt. Er übernimmt die Amtsgeschäfte von Hubert Weiger. Bei der Bundesdelegiertenversammlung wurde auch eine Resolution verabschiedet, die die Bundesregierung zu mehr Klimaschutzmaßnahmen auffordert.

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    Auf der Bundesdelegiertenversammlung des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, BUND, wurde Olaf Bandt im ersten Wahlgang mit 124 von 138 Stimmen zum neuen Vorsitzenden gewählt. Bandt erhielt damit die Zustimmung von 89,9 Prozent der Delegierten. Er tritt die Nachfolge von Hubert Weiger an, der sich nach zwölf Amtsjahren nicht mehr zur Wahl stellte.

    Bandt will neue Bündnisse schmieden

    Bandt war bis jetzt als Geschäftsführer hauptamtlich in der Berliner Zentrale tätig. Er gehört dem Landesverband Brandenburg an. Der 60-Jährige will vor allem einen Generationswechsel im BUND anschieben und neue Bündnisse mit sozialen Gruppen und den Gewerkschaften schmieden, um sich so gestärkt für eine gerechte ökologische Welt einsetzen zu können.

    Resolution für 1,5-Grad-Limit, Kohleausstieg bis 2030 und Tempolimit

    In seiner Abschiedsrede hatte Weiger das Klimapaket der Bundesregierung kritisiert. Zwischen den politischen Erklärungen und den umgesetzten Maßnahmen sei eine immer größer werdende Diskrepanz.

    In einer Resolution fordert die Bundesdelegiertenversammlung die Bundesregierung auf, ein wirksames Klimapaket vorzulegen, das das 1,5-Grad-Limit der Pariser Klimakonferenz einhält. Zudem sieht die Resolution einen Kohleausstieg bis 2030 und einen naturverträglichen Ausbau der erneuerbaren Energien auf mindestens 75 Prozent bis 2030 und 100 Prozent bis 2040 vor. Auch die endgültige, schnelle Einführung eines Tempolimits auf 120 km/h wird gefordert.

    Hubert Weiger bezeichnete das Jahr 2018 in seiner Rede als Wendepunkt in der umweltpolitischen Debatte. Erstmals seien Massen mobilisiert worden – vor allem für die Rettung des Hambacher Forstes – und erst in diesem September mit 1,4 Millionen Menschen für den Klimastreik.