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Oktoberfest 2021: München optimistisch, Söder weniger | BR24

© pa/Geisler-Fotopress

Ein Bild aus gefühlt lange vergangenen Zeiten: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) eröffnet das Oktoberfest 2019.

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Oktoberfest 2021: München optimistisch, Söder weniger

Gibt es im kommenden Herbst wieder eine Wiesn, mit lauter Musik, viel Bier und noch mehr Menschen? Aus München kommen optimistische Signale - Bayerns Ministerpräsident Söder äußert sich dagegen deutlich zurückhaltender.

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Von
  • Maximilian Heim

Nein, fehlenden Optimismus kann man der Stadt München nicht vorwerfen. Erstes Indiz: Seit gestern und noch bis 20. Januar läuft im Internet die Abstimmung über das Oktoberfest-Plakat 2021 - auch wenn aktuell wegen Corona völlig unklar ist, ob es die Wiesn heuer geben wird. Zweites Indiz: Münchens Wirtschaftsreferent Clemens Baumgärtner (CSU) sagte zuletzt im Radiosender "95.5 Charivari", er sei felsenfest davon überzeugt, dass das Oktoberfest in diesem Jahr stattfinden werde. Seine Behörde treffe bereits Vorbereitungen.

Es ist immer schwer, Gesichtsausdrücke in Worte zu fassen. Aber die Reaktion von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) war recht deutlich, als er nach der heutigen Kabinettsitzung von einem Reporter auf den Münchner Wiesn-Optimismus angesprochen wurde. Müsste man seine Mimik interpretieren, käme wohl ein Zweiklang heraus: leichtes Unverständnis und eine Portion Skepsis.

© BR

Die Wiesn 2021 steht in den Sternen. Bayerns Ministerpräsident Söder antwortete auf eine entsprendende Nachfrage, das sei derzeit einfach nicht abzusehen.

Söder: Oktoberfest "so dicht" wie keine Veranstaltung

"Ich sage das gleiche, was ich meinem Koalitionspartner immer empfehle", sagte Söder in Anspielung auf Bayerns Corona-mäßig häufig optimistischeren Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler). "Da wird auch immer mit festen Daten operiert und festen Zusagen. Jedermann kann jede Hoffnung, jeden Wunsch und jede Zusage geben." Er selbst würde aber gerne nur Zusagen geben, die er sicher einhalten könne, "jedenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit", betonte Söder.

Mit Blick auf eine mögliche Wiesn 2021 sagte der Ministerpräsident: "Ich kann es einfach nicht sagen." Das Oktoberfest sei "das größte internationale Fest in Deutschland", zudem sei keine Veranstaltung "so dicht". Aus heutiger Sicht könne das daher niemand entscheiden. Mit der Stadt München wird die Staatsregierung laut Söder "im engen Gespräch" bleiben und "zu gegebener Zeit" darüber reden.

Münchens OB Reiter: keine "Wiesn light"

Zuletzt hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) betont, die Entscheidung über eine Wiesn in diesem Jahr müsse spätestens im Juni fallen. Eine sogenannte "Wiesn light" mit deutlichen Beschränkungen werde es aber nicht geben, sagte Reiter dem "Münchner Merkur". Und weiter: "Da kann ich gleich eine Wiesn mit Alkoholverbot machen."

Derweil hoffen auch die gebeutelten Schausteller inständig, dass die Corona-Lage im Herbst wieder ein Oktoberfest ermöglicht. Und alle Beteiligten dürfte der Wunsch einen, dass das Münchner Kindl Viktoria Ostler in diesem Jahr nicht erneut im schwarzen Dirndl an der Theresienwiese stehen muss.

© pa/dpa/Felix Hörhager

Das Münchner Kindl Viktoria Ostler steht in einem schwarzen Gedenkdirndl für die entfallene Wiesn am 04.10.2020 an der Theresienwiese.

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