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Während der Corona-Pandemie sind Wohnmobile beliebter als je zuvor. Für Urlauber, die ihre erste Reise antreten, bietet der ADAC Nordbayern einen speziellen Prüfdienst an.

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Ohne "Übergewicht" mit Wohnmobil und Wohnwagen in den Urlaub

Reisen im Wohnmobil und Wohnwagen boomt, seit Corona noch mehr. Doch um entspannt in den Urlaub zu fahren, sollten die Fahrzeuge auf keinen Fall überladen sein. Das rät der ADAC-Nordbayern. Übergewicht kann im Ausland teuer werden.

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Von
  • Roland Zimmermann

Die Corona-Infektionszahlen bewegen sich nach unten und daher besteht die berechtigte Hoffnung, dass wir in diesem Sommer wieder verreisen können. Doch da nach wie vor viele Menschen an Covid-19 erkranken, gehen zahlreiche Urlauber auf Nummer sicher und verreisen – ähnlich wie im vergangenen Sommer – am liebsten wieder im Wohnmobil. Die Zulassungszahlen brechen einen Rekord nach dem anderen. Und weil es für viele die erste Fahrt mit einem solch großen und sperrigen Gefährt sein wird, bietet der ADAC-Nordbayern sein Wissen und seine Hilfe an.

Überladene Fahrzeuge sind eine Gefahr

Vor allem Anfänger, die in diesem Jahr mit dem Wohnwagen oder Wohnmobil zum ersten Mal unterwegs sein möchten, sollten dabei an die Sicherheit denken, warnt der ADAC-Nordbayern, denn beide Gefährte sind deutlich schwerer als ein Pkw und verhalten sich daher auch anders.

Deshalb muss ganz besonders auf die Beladung vor der Reise geachtet werden. Hier gilt: Das Leergewicht und die Zuladung dürfen das zulässige Gesamtgewicht nicht überschreiten, sonst kann es gefährlich werden, so Simon Hiller vom ADAC-Nordbayern: "Der Bremsweg verlängert sich, das Fahrzeug wird instabil, es kann zu Reifenplatzern kommen und damit auch zu schweren Unfällen."

Tipp: Vollbeladen zum Wiegetest

Eingetragen sind diese Daten in den Unterlagen der Fahrzeuge. Vor allem Urlauber, die sich ein Wohnmobil mieten, sollten daher genau darauf achten, ob die zulässige Zuladung auch ausreicht. Hat zum Beispiel ein Wohnmobil für vier Personen eine Zuladung von etwa 300 Kilo, dann kann das schnell eng werden, denn das Gewicht der mitreisenden Personen muss von der zulässigen Zuladung abgezogen werden. Daher rät der ADAC, am besten stets vollbeladen und mit allen Reisenden an Bord zum Wiegetest zu erscheinen.

Überladung ist im Ausland teuer

Während bei uns in Deutschland der Bußgeldkatalog Toleranzen bei der Überladung erlaubt, kann es bei unseren Nachbarn schon ab dem ersten Kilo Übergewicht richtig teuer werden. In Italien sind bis zu 1.700 Euro fällig und in Österreich sogar bis zu 5.000 Euro, wenn ein Wohnmobil oder ein Wohnwagengespann von der Polizei kontrolliert, gewogen und als zu schwer befunden wird. So eine Strafe kann schnell die Urlaubskasse leeren.

Wiegetest in Höchstadt, danach im Prüfzentrum Fürth

Damit dies nicht passiert, bietet der ADAC-Nordbayern jetzt wieder geeichte Messungen an: Gesamtgewicht, Achslast, Radlastverteilung werden digital gemessen und protokoliert, so dass jeder den Ausdruck gleich mitnehmen kann.

Das mobile Prüfzentrum des ADAC bietet diesen Service noch Freitag (11.06.21) in Höchstadt an der Aisch an. Die Messanlage steht auf dem Parkplatz Aischwiesen. Danach auch wieder im Prüfzentrum Nordbayern in Fürth.

Der Wiegetest kostet 20 Euro für Mitglieder und 30 Euro für Nichtmitglieder. Er wird von allen Prüfzentren des ADAC bundesweit angeboten.

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