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Offene Linke Ansbach prangert Umweltgift-Belastung an | BR24

© BR/Claudia Mrosek

Protest in Ansbach-Katterbach

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    Offene Linke Ansbach prangert Umweltgift-Belastung an

    Unter dem Titel "PFC-Gift zurück in die US-Kaserne" hat die Wählergemeinschaft "Offene Linke Ansbach" auf die Problematik im Umgang mit dem Umweltgift PFC aufmerksam gemacht. Neue Untersuchungen haben eine hohe Belastung ergeben.

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    Das „politische Straßentheater“ fand an der Bundesstraße 14 bei der US-Kaserne in Ansbach-Katterbach statt. Hintergrund ist, dass seit fast fünf Jahren bekannt ist, dass durch den ehemaligen Feuerlöschübungsplatz der US-Armee in Ansbach-Katterbach Böden und Gewässer in der Umgebung mit PFC belastet sind. Dabei handelt es sich um krebserregende, per- und polyfluorierte Chemikalien.

    Neue Untersuchungen der Stadt Ansbach bei Hausbrunnen und Fischweihern im angrenzenden Ortsteil Obereichenbach haben sehr stark erhöhte Werte der krebserregenden Chemikalie PFC ergeben.

    "Wir haben jetzt eine Gesamtüberschreitung bei PFC-Chemikalien um das Dreifache, und bei den Einzelchemikalien [der PFC-Gruppe, die Redaktion], die krebserregend und fruchtbarkeitsschädigend sind, bis um das 23-Fache." Boris-Andre Meyer, Fraktionsvorsitzender der "Offenen Linken Ansbach"

    PFC könne auch in Nahrungsmitteln, wie zum Beispiel in Fischen und Hühnereiern nachgewiesen, ergänzte der Linken-Fraktionsvorsitzende.

    "Man darf jetzt nicht mehr länger zuwarten. Wer jetzt noch untätig bleibt, der begeht praktisch eine fahrlässige Körperverletzung". Boris-Andre Meyer, Fraktionsvorsitzender der "Offenen Linken Ansbach"

    Die US-Armee mache seit rund fünf Jahren nichts in Sachen Sanierung des verseuchten Erdreichs. Außerdem mache die Landesbaudirektion in München keinen Druck auf die US-Armee. "Das ist absolut unverantwortlich", so Boris-Andre Meyer.

    Forderung: Erdreich muss abgebaggert werden

    Die Forderung der Offenen Linken Ansbach lautet daher: Die US-Armee muss das verseuchte Erdreich abbaggern und auf ihrem eigenen Flugfeld zwischenlagern. So könne die PFC-Vergiftung zumindest gestoppt werden. Danach müsse möglichst schnell mit der Reinigung des Grundwassers durch Kohlefilter begonnen werden.