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Offenbar erneut illegaler Tierexport von Bayern nach Usbekistan | BR24

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Bei illegalen Tiertransporten wird nach Angaben des Landshuter Landrats Peter Dreier (FW) weiterhin deutsches und Europarecht gebrochen. Dreier fordert einen sofortigen Stopp solcher illegalen Tiertransporte.

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Offenbar erneut illegaler Tierexport von Bayern nach Usbekistan

Erneut sollen trächtige Kühe von Bayern nach Usbekistan transportiert worden sein. Das hat der Bayerische Rundfunk erfahren. Der Landshuter Landrat Dreier (FW) fordert einen sofortigen Stopp solcher illegalen Tiertransporte.

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Bei illegalen Tiertransporten wird nach Angaben des Landshuter Landrats Peter Dreier (FW) weiterhin deutsches und Europarecht gebrochen. Vor gut einem Jahr hatte er den Export trächtiger Kühe nach Usbekistan gestoppt und damit bundesweit Schlagzeilen gemacht.

Kühe nicht nach Ungarn, sondern Usbekistan verfrachtet

Jetzt gab es offenbar erneut einen ähnlichen Transport. Dem Bayerischen Rundfunk liegen Informationen vor, dass Landshuter Veterinäre von ungarischen Kollegen erfahren haben, dass für Ungarn bestimmte Export-Rinder aus Bayern schnurstracks nach Mittelasien weitergekarrt werden.

Landrat fordert Stopp der "illegalen Praxis"

Der Landshuter Landrat Peter Dreier fordert in einer Erklärung den sofortigen Stopp dieser seiner Ansicht nach "illegalen Praxis".

"Es muss endlich Schluss sein mit diesen haarsträubenden Umtrieben." Peter Dreier, Landshuts Landrat

Dreier hat sich daher auch an den Bayerischen Umwelt- und Verbraucherschutzminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) gewandt. Dieser hat inzwischen die EU-Kommissarin Stella Kyriakides eingeschaltet.

Umweltminister Glauber fordert Navi-Zugang

Glauber stellt eine Reihe von Forderungen auf, mit denen die "leidvollen Transporte" von Tieren aus der EU in Drittländer zuverlässig unterbunden werden könnten. So verlangt er unter anderem, dass ein Echtzeit-Zugang zu den Daten der Navigationssysteme der Tiertransportfahrzeuge für die Behörden künftig möglich sein muss.

30 trächtige Tiere betroffen

Bei den jetzt aufgetauchten, falsch deklarierten Exporten von trächtigen Kalbinnen nach Usbekistan geht es um rund 30 Tiere aus Ober- und Niederbayern, für die die zuständigen Veterinärämter sogenannte Vorzeugnisse auszustellen hatten. Vom Zuchtverband für Fleckvieh Oberbayern Ost in Mühldorf am Inn wurde laut Landratsamt Landshut den zuständigen Veterinärämtern beschieden, dass die Kalbinnen nach Ungarn als Endbestimmungsland exportiert werden. Von dort sind die Tiere nach Informationen des Veterinäramts Landshut und weiterer bayerischer Behörden aber direkt nach Usbekistan weitertransportiert worden.

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