Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Österreich: Tote deutsche Skifahrer bei Lawinenabgang | BR24

Video nicht mehr verfügbar

Dieses Video konnte leider nicht geladen werden, da es nicht mehr verfügbar ist.

Weitere Information zur Verweildauer

© BR

Vier Skifahrer aus Baden-Württemberg sind gestern am Arlberg in Österreich von einer Lawine verschüttet worden. Drei wurden tot geborgen, ein vierter wird noch vermisst. BR-Reporter Rosch schildert die Umstände des Unglücks.

Per Mail sharen
  • Artikel mit Video-Inhalten

Österreich: Tote deutsche Skifahrer bei Lawinenabgang

Drei Skifahrer aus Baden-Württemberg sind im österreichischen Lech in einer Lawine ums Leben gekommen. Wie die Behörden am Sonntag berichteten, wird ein Mann der vierköpfigen Gruppe noch vermisst.

Per Mail sharen

Bei einem Lawinenabgang sind in der Nähe von Lech am Arlberg am Samstag mindestens drei Skifahrer aus dem Raum Biberach tödlich verunglückt. Die Suche nach einem vierten Mann wurde am Samstagabend nach Polizeiangaben witterungsbedingt vorläufig eingestellt.

Nachdem es den Sonntag über heftig schneite, ist die Suche nach dem 28 Jahre alten Vermissten bis auf Weiteres eingestellt, sagte Lechs Bürgermeister Ludwig Muxel am Sonntagmittag. Es sei auch kein Zeitfenster mit besserem Wetter absehbar. Im Gegenteil, berichtet BR-Reporter Wolfgang Vichtl, der zurzeit in der Nähe von Lech ist; es schneie seit Mittag stärker als noch am Morgen.

Die befreundeten Skifahrer waren ersten Angaben zufolge auf einer gesperrten Skiroute unterwegs.

Opfer aus Oberschwaben - ein weiterer Skifahrer noch vermisst

Laut Polizei fanden die Retter die Leichen der drei Männer aus dem Raum Biberach im Alter von 32, 36 und 57 Jahren kurz vor Mitternacht. Die noch vermisste Person ist 28 Jahre alt und kommt ebenfalls aus dem Raum Biberach. Alle drei Opfer waren nach Polizeiangaben mit Notfallausrüstung und Lawinen-Airbags unterwegs. "Trotz ausgelösten Airbags", teilte die Polizei mit, "wurden die Personen verschüttet und erlitten Mehrfachverletzungen."

Aufmerksam wurden die Behörden, als am Samstagabend die Frau eines Skifahrers Vermisstenanzeige stellte, gelang es den Helfern schnell, die Gruppe mittels Handy-Ortung zu lokalisieren. Eine Rettungsmannschaft stieg sofort auf.

Unterwegs auf einer der steilsten Abfahrten der Welt

Unterwegs war die Gruppe der Skifahrer auf einer der steilsten Abfahrten der Welt. Der sogenannte "Lange Zug" hat ein Gefälle von rund 80 Prozent und ist eine Skiroute, die dennoch präpariert wird. Am Tag des Lawinenabgangs war die Abfahrt jedoch gesperrt. In Lech herrschte in dieser Höhe die Lawinenwarnstufe drei mit steigender Tendenz. Laut europäischer Warnskala bedeutet die dritte Warnstufe, dass bereits bei "geringer Zusatzbelastung, vor allem an Steilhängen" Lawinen ausgelöst werden können.

Auf Nachfrage von BR24 versicherte ein Mitarbeiter der Bergbahn, dass die Abfahrt "Langer Zug" weiterhin gesperrt sei und auch bleibe.

Hohe Lawinengefahr im Nördlichen Alpenraum

Die Behörden in Österreich melden derzeit eine erhebliche Gefahr durch Lawinen. Zu den Schneefällen komme Regen und starker Wind. Auch unterhalb von 2.000 Metern kann es zu plötzlichen Lawinen kommen. Einzelne Tourengänger könnten diese bereits auslösen.

Mehr zum Thema
  • Unglück in Lech: "Überall wird hier vor Lawinen gewarnt"
  • Schnee in Österreich: Lage weiter angespannt
  • Hohe Gefahr von Schneelawinen in Österreich
Autor
  • BR24 Redaktion
Schlagwörter