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Österreich kritisiert Bus-Durchfahrtsverbot in Passauer Innstadt | BR24

© BR/Martin Gruber

Seit zwei Wochen dürfen keine großen Reisebusse mehr durch den Passauer Stadtteil "Innstadt" fahren. Jetzt sorgt das Durchfahrtsverbot für lautstarke Kritik - aus Österreich.

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Österreich kritisiert Bus-Durchfahrtsverbot in Passauer Innstadt

Seit zwei Wochen dürfen keine großen Reisebusse mehr durch den Passauer Stadtteil "Innstadt" fahren. Jetzt sorgt das Durchfahrtsverbot für lautstarke Kritik - aus Österreich.

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Wie die Passauer Neue Presse (PNP) heute berichtet, bezeichnet Josef Weiermair, Obmann der OÖ Autobusunternehmungen, das Durchfahrtsverbot als "Überfall auf das umweltfreundlichste Verkehrsmittel". Für eine Stellungnahme gegenüber dem BR war Weiermair nicht erreichbar.

Friedrich Bernhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Donau Oberösterreich, sagte im Gespräch mit dem BR: "Mir tut es in der Seele weh, dass man nach jahrzehntelanger guter Zusammenarbeit in der EU eine überregionale Verbindung kappt."

Passau reagiert gelassen auf Kritik

Die Stadt Passau reagiert gelassen auf die Kritik. Eine Sprecherin sagte dem Bayerischen Rundfunk, dass das Durchfahrtsverbot seit mehreren Monaten beschlossene Sache sei, deshalb von einem "Überfall" keine Rede sein könne. Eine offizielle Beschwerde aus Österreich sei noch nicht eingegangen.

Verkehr im Stadtteil Innstadt als Streitthema

Der Verkehr durch den an der österreichischen Grenze liegenden Stadtteil Innstadt ist seit Jahrzehnten Diskussions- und Streitthema. Größere Lkw dürfen seit 1983 hier nicht mehr durch, weil die Straßen und Kreuzungen sehr eng sind, Staus und Behinderungen an der Tagesordnung waren und Anwohner über Lärm und Abgase klagen.

Im November 2018 hatte die Stadt nun auch ein Durchfahrtsverbot für Reisebusse beschlossen. Es gilt seit 14. August. Busse aus Österreich müssen seitdem Umwege in Kauf nehmen.