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ÖPNV: Drohen neue Warnstreiks im Nahverkehr? | BR24

© dpa-Bildfunk/Bodo Schackow

Symbolbild 01.10.2020, Thüringen, Erfurt: Ein Aufsteller aus Pappe von Verdi in Form eines Mannes samt Verdi-Flaggen.

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    ÖPNV: Drohen neue Warnstreiks im Nahverkehr?

    Weniger Busse, kaum eine Straßenbahn, keine U-Bahn: Der Tarifkonflikt im öffentlichen Personennahverkehr legte bereits am Dienstag den ÖPNV in elf bayerischen Städten lahm. Heute läuft ein Ultimatum von Verdi ab. Weitere Streiks könnten folgen.

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    Von
    • Birgit Harprath

    Die Warnstreiks im Nahverkehr haben viele Fahrgäste in Bayern am Dienstag am eigenen Leib zu spüren bekommen. Weniger Busse, kaum eine Straßenbahn und keine U-Bahn. In elf bayerischen Städten gab es nur ein sehr stark reduziertes Angebot. Der Tarifkonflikt im öffentlichen Personennahverkehr gestaltet sich schwierig. Vieles hängt von einem Ultimatum der Gewerkschaft ab. Es läuft heute ab.

    Verdi will bundesweit einheitliche Bedingungen

    Auf rund 87.000 Beschäftigte bundesweit kommt der öffentliche Personennahverkehr. Wenn die streiken, stehen viele Räder still. Und das könnte bald schon wieder der Fall sein. Denn es klingt auf Nachfrage nicht so, als ob die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände sich auf das einlässt, was Verdi fordert: Verhandlungen über bessere und bundeseinheitliche Bedingungen für die Beschäftigten.

    Kommunale Arbeitgeber verweisen auf andere Verhandlungen

    Noch wird in jedem Bundesland getrennt verhandelt. Die Gespräche zu bündeln haben die Arbeitgeber bereits Mitte September abgelehnt - mit einem einstimmigen Votum. Verdi spricht von Blockadehaltung. Bis heute früh erwartet die Gewerkschaft eine Zusage für ein Treffen. Wenn die nicht kommt, will sie bald schon wieder Fahrerinnen und Fahrer zum Protest aufrufen. Die Arbeitgeber weisen auf ihr Problem hin: Sie hätten kein Mandat für solche Gespräche. So lange in den Ländern verhandelt werde, könne man nicht bundesweit etwas besprechen - es sei denn, sie stimmten sich ab und es gebe doch noch ein Mandat. Das ist aber eher unwahrscheinlich.

    Wieder könnten die Fahrzeuge stehen

    Und so müssen sich die Fahrgäste wohl darauf einstellen, dass Bus, Straßenbahn oder U-Bahn demnächst wieder im Depot stehenbleiben. Man werde der Gewerkschaft am Freitag in der Früh antworten – teilte die Vereinigung kommunaler Arbeitgeberverbände dem Bayerischen Rundfunk mit.

    Verdi will dann gleich erklären, ob weitere Aktionen geplant sind.

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