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Ölhavarie auf der Donau: Passauer Feuerwehr probt den Ernstfall | BR24

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Havarie-Übung an der Donau

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Ölhavarie auf der Donau: Passauer Feuerwehr probt den Ernstfall

Wenn Öl in einen Fluss läuft, hat das meist verheerende Auswirkungen auf die Umwelt. Deswegen haben rund 100 Rettungskräfte aus Passau in einer Großübung geprobt, was bei einer Ölhavarie zu tun ist. Trotz einer kleiner Panne war die Übung ein Erfolg.

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© BR/Martin Gruber

Ölsperre auf der Donau in Passau

Die Feuerwehr Passau hat auf der Donau den Ernstfall geprobt. Am Samstag ist eine große Ölwehrübung durchgeführt worden. Dabei wurde in der Nähe der Staustufe Kachlet eine etwa 300 Meter lange Ölsperre über die Donau gezogen - bestehend aus einem Stahlseil und speziellen Schwimmkörpern.

100 Retter im Einsatz

Laut Stadtbrandrat Andreas Dittlmann lag dabei besonderes Augenmerk auch auf den Fixpunkten der Sperre, die neu an beiden Seiten der Donau betoniert wurden. Dittlmann zeigte sich zufrieden.

"Die Übung ist gut gelaufen, wir konnten wertvolle Erkenntnisse gewinnen, müssen aber weiter dran feilen, um für den Ernstfall gerüstet zu sein. Ein paar Dinge kann man sicher besser machen, aber deswegen sind solche Übungen ja da." Andreas Dittlmann, Stadtbrandrat

Durch eine kleinere Panne bei der Übung kam es zu einer leichten Verzögerung: Ein Güterschiff, das flussabwärts unterwegs war, bemerkte zu spät, dass die Donau gesperrt ist. Zwar konnte das Schiff noch rechtzeitig bremsen, trotzdem musste die Feuerwehr sicherheitshalber den ersten Versuch, die Ölsperre über die Donau zu bringen, abbrechen und ein zweites Mal starten.

Für den Passauer Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) war die Übung wichtig.

"Wir haben 2013 im anderen Kontext (Hochwasser in Passau Anm. d. Red.) erlebt, was Öl in Gewässern für Schäden anrichten kann. Wir haben regen Schiffsverkehr auf der Donau, da kommen immer wieder Havarien vor. Deshalb müssen wir gut vorbereitet sein. Ich habe den Eindruck, dass alles - trotz der Panne - auf den Punkt geklappt hat." Jürgen Dupper, OB

Immer wieder Schiffshavarien

Hintergrund der Übung waren die vielen Schiffshavarien auf der Donau zwischen Vilshofen und Deggendorf. Auf einem fließendem Gewässer sei es besonders schwierig, Öl aufzufangen, so Dittlmann. Entscheidend sei bei solchen Havarien die Fließgeschwindigkeit.

Wegen der Übung musste die Schifffahrt auf der Donau von etwa 11 bis 13 Uhr eingestellt werden.

© BR/Martin Gruber

Einsatzkräfte lassen Ölsperre zu Wasser.