BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite
© BR/Steffen Armbruster
Bildrechte: BR/Steffen Armbruster

Am 21. Mai darf auch der Bayerische Hof in Lindau wieder öffnen, sehr zur Freude von Geschäftsführer Robert Stolze

2
Per Mail sharen

    Öffnungen im Mai: Allgäuer Tourismus-Branche überrascht

    Die Außengastronomie soll zum Teil schon am Montag wieder öffnen dürfen, Hotels ab dem 21. Mai. Das hat Markus Söder angekündigt. Die Tourismus-Branche im Allgäu ist erstaunt, dass es jetzt so schnell geht. Lag es am Druck aus der Wirtschaft?

    2
    Per Mail sharen
    Von
    • Steffen Armbruster
    • Doris Bimmer
    • Roswitha Polaschek

    Mit der Ankündigung, demnächst wieder deutlich mehr Öffentlichkeit in Bayern zuzulassen, hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) die Touristikexperten im Allgäu überrascht. Das sagt Klaus Fischer, Geschäftsführer der Allgäu GmbH, in einer ersten Reaktion im BR-Gespräch.

    Außengastronomie, Hotels, Kinos - schon bald Öffnungen möglich

    Laut Söder will der Freistaat bereits zum kommenden Montag, 10. Mai, die Außengastronomie wieder zulassen, es sind Erleichterungen für Theater, Konzert- und Opernhäuser, Kinos und den Sport geplant und zum 21. Mai sollen auch Hotels, Ferienwohnungen und Campingplätze in Bayern wieder den Betrieb aufnehmen dürfen.

    Bayern geht schneller voran als die Tourismus-Branche zu hoffen gewagt hat

    Es gehe jetzt schneller als jeder zu hoffen gewagt habe, so Fischer. Bisher habe Bayern immer sehr abwartend agiert, mit einigen Wochen Verzögerung. Dass es nun schneller gehe als in anderen Bundesländern beziehungsweise ähnlich schnell wie in Österreich, sei positiv. Auch wenn die Öffnungsperspektive an eine 7-Tage-Inzidenz von unter 100 geknüpft ist. Aber dafür stünden die Chancen im Allgäu nicht schlecht, im Landkreis Lindau läge man schon darunter, im Oberallgäu nur noch knapp darüber.

    Schnelle Öffnungen: War es der Druck auf die Staatsregierung?

    Als möglichen Grund für die Entscheidung, schneller als erwartet zu öffnen, vermutet Fischer den stark angestiegenen Druck von vielen Seiten auf die Staatsregierung. Zum einen öffneten Österreich und die Schweiz bei ähnlich hohen Inzidenzen; dann sei auch der Druck aus der Hotellerie und Gastronomie immer weiter gewachsen; und auch die hartnäckigen Forderungen des Koalitionspartners der CSU, der Freien Wähler, hätten dazu beigetragen. Von Touristik-Kollegen aus den einzelnen Orten habe er bereits erfreuliche Rückmeldungen erhalten, mit dem Tenor: 'Jetzt gelte es, gemeinsam unter 100 zu kommen‘, so Fischer.

    Kontrollen in der Gastronomie - eine Herausforderung

    Der Geschäftsführer des Hotels Bayerischer Hof in Lindau, Robert Stolze, ist vor allem froh, dass es jetzt bald wieder los geht. Er sagte im BR: "Das ist der Tag, auf den wir hingefiebert haben." Für eine Herausforderung hält Stolze allerdings die Kontrollen, "denn, es ist tatsächlich etwas schwierig zu kontrollieren, wer ist Geimpfter, wer ist Getesteter, hat jeder seinen entsprechenden Ausweis dabei?" Das wird, Stolze zufolge, eine gewisse Eingewöhnungsphase erfordern.

    Kaffee trinken mit Vorab-Anmeldung

    Für etwas realitätsfern hält Stolze die Vorgabe, dass sich Kunden in der Gastronomie vorab anmelden sollen: "Denn ein Gast, der hier an der Promenade entlangläuft und dann auf einmal den Wunsch verspürt, sich irgendwo niederzulassen, um einen Kaffee zu sich zu nehmen, der weiß ja vor einer halben Stunde noch gar nicht, dass er überhaupt das tun will. Also ist es mit einer Voranmeldung ein bisschen lebensfern."

    Nachholbedarf nach dem Corona-Lockdown

    Ansonsten ist Stolze aber optimistisch. Er geht davon aus, dass die Menschen nach den langen Schließungen einen großen Nachholbedarf haben, was sich schnell in hohen Besucherzahlen niederschlagen wird.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!