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Ab August müssen Kunden des ÖPNV in Würzburg und Umgebung wieder mehr zahlen.

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    Öffentlicher Nahverkehr in Mainfranken wird wieder teurer

    Jedes Jahr erhöht der Verkehrsunternehmerverbund Mainfranken die Tarife für den öffentlichen Nahverkehr. Auch im Sommer dieses Jahres müssen Kunden mit einer Anhebung der Preise rechnen. Das stößt zum Teil auf Kritik.

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    Von
    • Silva Schreiner

    Im Verkehrsunternehmerbund Mainfranken (VVM) werden jedes Jahr im Sommer die Preise für den öffentlichen Nahverkehr in der Region angehoben. Im vergangenen Jahr wurden die Tarife um rund 3,3 Prozent erhöht. Auch 2021 müssen Kunden des ÖPNV mit einer Anhebung der Preise rechnen, jedoch nur um durchschnittlich 1,5 Prozent, so bestätigt es eine Pressesprecherin der Würzburger Versorgungs-und Verkehrs-GmBh (WVV).

    Insbesondere Gelegenheitskunden sind betroffen

    Für Kunden, die den öffentlichen Nahverkehr nur gelegentlich nutzen und ihre Fahrt bar zahlen, soll der Preis ab dem 1. August um 1,9 Prozent steigen. Stammkunden, die Zeitkarten nutzen, müssen dagegen erst am 1. Januar 2022 mit einer Erhöhung des Preises um 1,1 Prozent rechnen. Sie profitieren von der Umsatzsteuersenkung des vergangenen Jahres, die von der VVM nun mit Verzögerung an die Kunden weitergegeben wird.

    Stadtrat musste der Erhöhung nicht zustimmen

    Die Erhöhungen der Preise für den ÖPNV gab das städtische Umwelt- und Klimareferat des Stadtrates lediglich bekannt. Eine Zustimmung des Stadtrates war nicht erforderlich, da sämtliche Tarif-Anhebungen in der Region die Marke von 2,9 Prozent nicht übersteigen. Würde die Preiserhöhung diese Marke überschreiten, wäre eine Zustimmung des Stadtrates dagegen erforderlich.

    Klimabürgermeister zeigt sich kritisch

    Würzburgs Klimabürgermeister Martin Heilig vom Bündnis 90/Die Grünen steht der erneuten Erhöhung der ÖPNV-Preise kritisch gegenüber: "Es hat nicht nur mit Corona zu tun, sondern auch mit dem Klimawandel", so Heilig gegenüber dem BR. Es sei falsch, die Preise zu erhöhen. Stattdessen müsste die Stadt es "attraktiver machen, auf ÖPNV umzusteigen." Im Laufe der Verhandlungen zu einer Verbunderweiterung will der Klimabürgermeister eine Änderung der bisherigen Regelungen erzielen: "Ich werde alles dafür tun, dass wir dann zu einer Lösung kommen, dass wir uns entweder als Stadt herausnehmen oder dass wir uns als Verbund insgesamt dazu verpflichten, dass wir den Preis in den nächsten Jahren nicht erhöhen."

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