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Obstbauern am Bodensee erwarten einträgliche Apfel-Ernte | BR24

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Einige Tage früher als in anderen Jahren hat am Bodensee die Apfelernte begonnen. Die Obstbauern hoffen auf eine gute Mischung aus Menge und Preis für ihre Äpfel.

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Obstbauern am Bodensee erwarten einträgliche Apfel-Ernte

Durch den eher milden Winter und die frühe Blüte hat die Apfel-Ernte in diesem Jahr ein paar Tage früher begonnen als sonst. Die Betriebe erwarten eine gute Mischung aus Ernte-Ertrag und Preis.

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Mit einer überwältigenden Menge an Äpfeln rechnen die Obstbauern am Bodensee in diesem Jahr nicht. Als "mittel bis gut" schätzt Philip Erletz die Ernte in diesem Jahr ein. Und das findet der Lindauer Obstbauer optimal, denn so kann er die Äpfel voraussichtlich zu einem guten Preis verkaufen.

Äpfel mit Frost-Spuren werden zu Saft verarbeitet

Die Äpfel seien in diesem Jahr "geschmacklich hervorragend, die Inhaltsstoffe bestens", sagt Andreas Willhalm, der stellvertretende Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbands in Lindau. Manche Äpfel seien optisch aber nicht ganz perfekt. Die Frostnächte Ende März und Anfang April haben ihre Spuren hinterlassen. Ein Teil der Äpfel ist leicht verformt und hat bräunliche Flecken auf der Schale. Sie schmecken, Landwirt Willhalm kann sie aber nicht verkaufen. Handel und Kunden würden sie meiden, erklärt er. Deshalb werden diese Äpfel zu Saft verarbeitet.

Erntehelfer brauchen negativen Corona-Test

Wegen der Corona-Pandemie müssen die Landwirte in diesem Jahr strenge Hygiene-Auflagen beachten. Erntehelfer müssen einen negativen Corona-Test vorweisen können. Erst dann dürfen sie mit der Arbeit beginnen. Die Ernte muss so lange warten und die Helfer bekommen für diese Zeit keinen Lohn. Andreas Willhalm erklärte, das sei bei seinen Mitarbeitern mit einem Tag Wartezeit dennoch gut abgelaufen und die Tests seiner Saisonarbeiter seien alle negativ.

Betriebe teilen Erntehelfer in getrennte Teams ein

Die landwirtschaftlichen Betriebe am Bodensee sind meist Familienunternehmen. Sie beschäftigen lediglich je fünf bis maximal 20 Kräfte. Die Obstbauern setzen ihre Erntehelfer in getrennten und festen Teams ein. Sollte trotz aller Vorsorge ein Mitarbeiter an Covid-19 erkranken, können die anderen Teams so dennoch weiterarbeiten.

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