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Oberster Grenzaufseher | BR24

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Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen war "Sachbearbeiter S1" beim Bundesgrenzschutz und damit oberster Grenzaufseher für 125 Kilometer unterfränkisch-thüringische Grenze. Wie hat er die Grenzöffnung erlebt? Welche Herausforderungen hatte er danach?

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Oberster Grenzaufseher

Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen war "Sachbearbeiter S1" beim Bundesgrenzschutz und damit oberster Grenzaufseher für 125 Kilometer unterfränkisch-thüringische Grenze. Wie hat er die Grenzöffnung erlebt? Welche Herausforderungen hatte er danach?

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Einer der letzten Grenzschützer an der unterfränkisch-thüringischen Grenze war Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen. Er war Polizeihauptkommissar beim Buindesgrenzschutz. Als Sachbearbeiter 1S war Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen zuständig für 125 Kilometer unterfränkisch-thüringische Grenze. Hilmar Heppt, der Pressesprecher der Bundespolizei in Oerlenbach, und Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen erinnern sich gemeinsam an die Zeit vor der Wende und an den Mauerfall.

Vom Mauerfall überrascht

Am Tag des Mauerfalls war Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen nicht auf seinem Posten, sondern auf einer Weiterbildung. Die wurde jedoch schnell abgebrochen, als die ersten Trabis kolonnenweise Richtung Westen rollten: "Auf dem Heimweg bei Hof hatte ich eine Autopanne und bin auf einen Parkplatz raus, der auch schon voll war mit vorwiegend ostdeutschen Fahrzeugen. Ich musste dort stehen bleiben und bin ausgestiegen und wurde von da an nur noch umarmt."

Mitgestalter der unterfränkisch-thüringische Wiedervereinigung

Zurück in Oerlenbach kümmerte sich Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen um die Aufnahme der ersten DDR-Übersiedler. Gemeinsam mit den DDR-Grenzposten engagierte sich Manto Graf zu Castell-Rüdenhausen dabei, das Grenzgebiet wieder lebenswert zu machen. Also, sie von Minen zu befreien und alte Verbindungsstraßen zu reaktivieren.