Wandern, Frühjahr, Oberallgäu

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Oberstdorfer Bergwacht warnt Wanderer vor Schnee und Übermut

Das kommende Wochenende verspricht einen Vorgeschmack auf den Sommer und zieht schon viele zum Wandern in die Berge. Doch die Bergwacht warnt davor, das Wetter und die eigene Kondition so kurz nach dem Winter falsch einzuschätzen.

Über dieses Thema berichtet: Regionalnachrichten aus Schwaben am .

"Man muss nicht immer alles übers Knie brechen, was man sich in der Früh im Tal vorgenommen hat", sagt Florian Veit, Pressesprecher der Bergwacht Oberstdorf. In den Allgäuer Alpen liegt auf gut 2.000 Meter zum Beispiel eine noch fast geschlossene Schneedecke, in Senken und schattigen Abschnitten türmt sich der Schnee sogar noch meterhoch. "Ohne entsprechende Ausrüstung und Kondition ist es bei solchen Verhältnissen sinnvoll umzudrehen und die Tour ein andermal anzupacken", empfiehlt Veit.

Vorm Start über Hütten und Wege informieren

Weiter unten, auf 1.200 Metern etwa, steht dem Wandervergnügen dagegen so gut wie nichts mehr im Wege. Der Schnee ist hier fast vollständig geschmolzen. Trotzdem gilt: "Ich sollte mich vor der Tour schlau machen: Haben die Hütten auf? Sind die Wege alle begehbar? Bin ich fit genug, dass ich eine Tageswanderung nach dem Winter schon machen kann?", so der erfahrene Bergsteiger.

Ganz wichtig: feste Bergschuhe

Neben einer guten Tourenplanung gilt es aber auch, den Rucksack für eine Wanderung in niedrigeren Höhenlagen wetter- und jahreszeitengerecht entsprechend zu packen. Veit rät dazu, jetzt im Frühling mehr mitzunehmen als im Sommer: "Warme Wechselkleidung, etwas zu essen, ausreichend zu trinken, Gamaschen für eventuelle Schneefelder, ein Erste-Hilfe-Set, Regenkleidung und ein geladenes Handy gehören in den Rucksack". Vor allem seien auch feste Bergschuhe, die über den Knöchel reichen und ein gutes Profil haben, unabdingbar.

Tipps für den Notfall

Sollte es trotz aller Vorsicht zu einer Notsituation kommen, hat der Bergwachtler einige Tipps: "Nach dem Notruf an Ort und Stelle bleiben, sich möglichst warm anziehen, nicht telefonieren, um Rückrufe von den Rettern entgegennehmen zu können, so ruhig wie möglich auf die Helfer warten."