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Oberpfälzer Wüstenluchs "Philipp" lebt jetzt in Niedersachsen | BR24

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Bildrechte: Jörg Beckmann/Tiergarten Nürnberg/dpa-Bildfunk

Wüstenluchs "Philipp" lebt jetzt in Niedersachsen

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    Oberpfälzer Wüstenluchs "Philipp" lebt jetzt in Niedersachsen

    Der in der Wohnung einer Weidenerin beschlagnahmte Wüstenluchs ist jetzt in einer Wildtierauffangstation in Niedersachsen angekommen. Doch der Aufenthalt dort soll nicht von Dauer sein. Der Europäische Zooverband sucht weiter nach einer neuen Heimat.

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    • BR24 Redaktion

    Der in der Oberpfalz beschlagnahmte Wüstenluchs "Philipp" ist in seinem neuen Zuhause in Niedersachsen angekommen. Die Raubkatze, die in einer Weidener Küche gehalten wurde, ist am Donnerstag nach Sachsenhagen (Landkreis Schaumburg) in die Wildtierauffangstation verlegt worden. "Philipp" war in einer Außenstation des Tiergarten Nürnbergs gut vier Wochen lang in Quarantäne.

    Wüstenluchs erkundet neue Heimat in Norddeutschland

    Nach seiner Ankunft in seiner neuen Bleibe war der Wüstenluchs neugierig und hat erst einmal alles untersucht, sagt der Leiter der Auffangstation, Florian Brandes. Über den Europäischen Zooverband soll eine dauerhafte Lösung für "Philipp" gefunden werden.

    "Philipp" als Haustür in Küche gehalten

    Der einjährige Wüstenluchs hatte als Haustier in der Küche einer Frau in Weiden in der Oberpfalz gelebt. Dort gab es für ihn eine Hundehütte, eine Kuschelecke und ein Katzenklo. Mitte Januar beschlagnahmten Veterinäramt und Polizei das Tier.

    Warnung vor Kauf exotischer Tiere

    Wüstenluchse zählen nicht zu den bedrohten Arten. Als die Behörden den Luchs beschlagnahmten, soll die 44-jährige Halterin laut Barbara Bäumel vom Veterinäramt in Weiden aber sogar ein wenig erleichtert gewirkt haben. Das Tier sieht zwar flauschig und lieb aus, doch es hat zentimeterlange Eckzähne, die gefährlich sein können.

    Der Deutsche Tierschutzbund rät dringend davon ab, Tiere jeglicher Art im Internet zu kaufen. Wer ein exotisches Tier haben möchte, soll sich mit einem Züchter in Verbindung setzen, die Tiere vor Ort ansehen und sich ausgiebig über die Haltung informieren. Bei einigen exotischen Tieren oder Wildtieren muss nicht nur das Veterinäramt informiert werden, sondern die Behörde muss sogar eine Erlaubnis erteilen. Gegen die Frau wurde Anzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz erstattet.

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