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Eine Frau wird geimpft (Symbolbild)

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    Oberpfälzer Sonderimpfungen: Warum es hier keine Aktionen gibt

    In einigen Städten und Landkreisen in der Oberpfalz finden noch bis Sonntag Sonderimpfaktionen mit Astrazeneca statt. Termine sind allerdings meist schon ausgebucht. Das bedeutet aber nicht, dass hier langsamer geimpft wird.

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    Von
    • Anne-Lena Schug
    • BR24 Redaktion

    Noch bis Sonntag finden in manchen Städten und Landkreisen in der Oberpfalz Sonderimpfaktionen mit Astrazeneca statt. Dabei werden hier lebende Bürgerinnen und Bürger über 60 Jahre unabhängig von ihrer Priorisierung mit Astrazeneca geimpft.

    Sonderaktionen gibt es derzeit in den Landkreisen Kelheim, Amberg-Sulzbach, Neustadt an der Waldnaab, Neumarkt, Tirschenreuth und den Städten Amberg und Weiden. Hier sind aber schon alle Termine vergeben.

    Sonderimpfungen bei vielen Absagen

    Solche Sonderaktionen können in Impfzentren vorkommen, in denen es noch viel Astrazeneca-Impfstoff gibt - aber vergleichsweise wenige Menschen, die sich mit Astrazeneca impfen lassen wollen. Einige Menschen sagen aus Sorge vor einer Hirnvenenthrombose oder anderen Nebenwirkungen den Impftermin ab, wenn sie dabei mit Astrazeneca geimpft werden sollen. Ab dem 19. April wird Astrazeneca in Bayern nur noch in Arztpraxen verimpft. In den Impfzentren sind dann keine Erstimpfungen mehr mit Astrazeneca möglich. Deswegen muss der hier vorhandene Impfstoff dieses Wochenende noch verimpft werden.

    Die meisten Regionen verimpfen nach Priorisierung

    Andere Regionen haben allerdings gar nicht mehr so viele Impfdosen von Astrazeneca, sodass es keinen großen Aufruf braucht. Außerdem gibt es hier womöglich in der entsprechenden Priorisierungsgruppe genug Impfwillige, die Astrazeneca annehmen, sodass die Menschen der regulären Warteliste nach geimpft werden. Nur weil in bestimmten Regionen keine Sonderaktionen stattfinden, heisst dass nicht, dass hier langsamer geimpft werden würde, sondern dass Impfungen hier anders organisiert sind.

    Beispiel Regensburg: Feuerwehrdienstleistende werden geimpft

    So wird zum Beispiel im Landkreis Regensburg auch weiterhin unter der Beachtung der Priorisierung geimpft. Hierfür wurden zum einen die Impfkapazitäten an den Impfzentren deutlich erhöht, zum anderen wurden gezielt Personengruppen angesprochen, die der Priorisierungsstufe 2 angehören, beispielsweise Feuerwehrdienstleistende, die im Rahmen des Einsatzes regelmäßig als Einsatzkräfte direkten Kontakt haben, etwa bei lebensrettenden Maßnahmen.

    "Mit Rücksicht auf die zahlreichen Impfwilligen der Priorisierungsstufe 2, die bisher aus Kapazitätsgründen noch nicht geimpft werden konnten, möchten wir aus Gründen der Fairness und Gerechtigkeit die Priorisierung weiterhin strikt einhalten", so der Ärztliche Leiter der Landkreis-Impfzentren, Dr. Andreas Piberger.

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