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Der Oberpfälzer Fußballverband will erreichen, dass bei Amateurspielen wieder Zuschauern am Rand stehen dürfen.

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    Oberpfälzer Fußballchef kämpft um Zuschauer-Stehplätze

    Dass auf bayerischen Amateur-Fußballplätzen wegen Corona Stehplätze nicht erlaubt sind, sorgt weiter für Diskussionen. Jetzt wandte sich der Oberpfälzer Fußballchef Thomas Graml mit einem Brief an die Spitzen der Landkreise und kreisfreien Städte

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    • BR24 Redaktion

    In der Diskussion um derzeit nicht erlaubte Stehplätze für Zuschauer bei Fußball-Amateurspielen in Bayern hat sich jetzt der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) zu Wort gemeldet.

    Thomas Graml schrieb einen Brief an die Oberbürgermeisterin und Oberbürgermeister der kreisfreien Städte sowie an die Landrätin und die Landräte im Fußballbezirk Oberpfalz, wie der Fußballbezirk mitteilte. Darin kündigte er an, dass man den 412 Vereinen des Bezirks empfehlen werde, bei der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde jeweils eine Ausnahmegenehmigung zu beantragen.

    Sitzplätze erlaubt, Stehplätze nicht

    Hintergrund ist, dass aufgrund des aktuell gültigen Rahmenkonzepts Sport in Verbindung mit der 13. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zwar 500 Zuschauer und Zuschauerinnen bei Fußballspielen im Freien erlaubt sind, aber ausschließlich auf fest zugewiesenen Sitzplätzen. Stehplätze sind verboten.

    150 Zuschauer möglich?

    Graml verwies nun darauf, dass nur wenige Fußballplätze in der Oberpfalz über größere Sitztribünen verfügen. Und rechnete gleich vor, das ausgehend von einer Außenlinienlänge von 300 Metern rund um einen Platz 150 Zuschauer bei Einhaltung der Abstandsregelung problemlos und sicher ein Spiel verfolgen könnten.

    Einheitliche Lösung gesucht

    Zugleich machte er deutlich, dass er sich statt Ausnahmeregelungen für einzelne Vereine eine einheitliche Auslegung für den gesamten Fußballbezirk Oberpfalz wünsche. In diesem Punkt stimmte ihm der Mitteilung zufolge der Landrat von Amberg-Sulzbach, Richard Reisinger (CSU), zu, der die Problematik auch bereits in einer Videokonferenz mit Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) und Innenstaatsekretär Gerhard Eck angesprochen haben soll.

    Zuletzt hatte der Landtag am Mittwoch zwei Anträge zur Änderung der Regeln abgelehnt. Am Donnerstag hatte BFV-Präsident Rainer Koch darauf reagiert und betont, dass der Frust bei den Vereinen enorm sei und mit jedem Tag weiter wachsen werde, "an dem diese unsinnige, weil nicht mehr erklärbare Regelung Gültigkeit besitzt."

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