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Oberpfälzer Betriebe bemerken Folgen verschärfter Einreiseregeln | BR24

© dpa-Bildfunk/Paul Zinken

Bauarbeiter auf einem Gerüst (Symbolbild)

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    Oberpfälzer Betriebe bemerken Folgen verschärfter Einreiseregeln

    Mehr Zeit müssen Grenzpendler einplanen, seitdem die verschärften Einreiseregeln gelten. Das wirkt sich auch auf Betriebe in der Oberpfalz aus. Sie müssen mehr Zeit und höhere Kosten einplanen - und teilweise sogar ganz auf Arbeiter verzichten.

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    Von
    • Guido Fromm
    • BR24 Redaktion

    Die seit einer Woche geltenden strikten Einreisebeschränkungen an den bayerischen Grenzen zu Tschechien und Tirol belasten die Wirtschaft stark. In einer Umfrage des Bayerischen Industrie- und Handelskammertags (BIHK) gab fast die Hälfte der befragten rund 1.500 Unternehmen (47 Prozent) an, negative Auswirkungen der Grenzkontrollen zu spüren. In den Grenzregionen waren es sogar 59 Prozent der Betriebe.

    Grenzpendler können nicht mehr zur Arbeit kommen

    In der Oberpfalz und dem Landkreis Kelheim geben 48 Prozent der befragten rund 200 Unternehmen an, dass Grenzpendler nicht mehr zur Arbeit kommen. 26 Prozent der befragten Firmen bringen ihre tschechischen Mitarbeiter zeitweise in der Region unter, was zusätzliche Kosten bedeutet. 40 Prozent der befragten Unternehmen aus dem Bezirk der IHK Regensburg für Oberpfalz/Kelheim wünschen sich deshalb eine Rückkehr zu den Einreiseregelungen, die vor dem 13. Februar gegolten hatten.

    "Es ist für das Funktionieren der Grenzregion wichtig, auch den Grenzpendlern das Arbeiten im Nachbarland zu ermöglichen, die nicht in systemrelevanten Berufen tätig sind", sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Helmes. "Die enge Test-Strategie von 48 Stunden sowie die Bedingung, dass Pendler nur direkt zur Arbeitsstätte fahren dürfen, sorgt ergänzend zu den hervorragenden Hygienekonzepten in unseren Unternehmen für umfassenden Infektionsschutz."

    Grenzkontrollen verursachen zusätzliche Kosten

    Nach der BIHK-Umfrage bemerken vor allem Unternehmen im Bereich Spedition/Verkehr die Auswirkungen der Grenzkontrollen, aber auch Industrie und Baugewerbe. Hauptkritikpunkte sind zusätzliche Kosten und erhöhter Zeitaufwand für die geforderten Coronatests sowie Wartezeiten an den Grenzen und Verzögerungen in Lieferketten. Sechs Prozent der befragten Unternehmen sagen, dass Grenzpendler wegen des hohen Aufwands für den Grenzübertritt oder wegen der Einreiseverbote für nicht system-relevante Tätigkeiten ihre Arbeitsverträge gekündigt haben.

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