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Oberpfälzer Arbeitgeber: Digitale Infrastruktur weiter ausbauen | BR24

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Handymast (Symbolbild)

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    Oberpfälzer Arbeitgeber: Digitale Infrastruktur weiter ausbauen

    Lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G-Technologie für die ganze Oberpfalz bis 2025 – ob das klappt? Der Arbeitgeberverband VBW fordert, beim Ausbau der digitalen Infrastruktur nicht nachzulassen. Die Bedürfnisse der Firmen würden weiter wachsen.

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    Von
    • Andreas Wenleder
    • BR24 Redaktion

    Der Arbeitgeberverband "Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft in der Oberpfalz" (VBW) fordert weitere Anstrengungen, um die digitale Infrastruktur im Regierungsbezirk auszubauen. Momentan sei man mit der Geschwindigkeit des Ausbaus des schnellen Internets und der mobilen Datenübertragung zufrieden, sagte Stephan Fischer, Unternehmer aus Mühlhausen (Lkr. Neumarkt) und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der VBW-Bezirksgruppe Oberpfalz. Die Bedürfnisse der Firmen würden aber weiter wachsen.

    Verfügbare Bandbreite unter bayernweitem Durchschnitt

    Bis spätestens 2025 sollte deshalb eine lückenlose Versorgung mit Glasfaser und 5G-Mobilfunktechnologie angestrebt werden, sagte der Unternehmer. Aktuell gebe es, laut Fischer, in der Fläche noch Nachholbedarf. So stehe die Oberpfalz zwar bei der Versorgung mit den besonders schnellen Glasfaseranschlüssen, besser da als der Rest Bayerns. Insgesamt liege der Regierungsbezirk bei der verfügbaren Bandbreite noch unter dem bayernweiten Schnitt.

    Gesteigerte Anforderungen von Unternehmen

    Immerhin könnten aber bereits 90 Prozent der Haushalte auf 50 Megabits oder mehr zurückgreifen, so Fischer. In Zukunft würden Unternehmen aber noch deutlich höhere Bandbreiten als heute benötigen, sagte der stellvertretender Verbandsvorsitzende. Es gehe heute nicht mehr nur darum, ob die Geschwindigkeit reicht, einen Film zu streamen. Die Anforderungen sind heute viel komplexer.

    Störungsfreie Kommunikation - weltweit

    Es gehe um eine ganz neue Form des mobilen Arbeitens, so der Unternehmer. Gerade auf dem Land müssten die Firmen störungsfrei und ohne Aussetzer mobil und über Videokonferenzen kommunizieren können – sowohl untereinander als auch mit Kunden auf der ganzen Welt.

    Ausbau des 5G-Netzwerks gefordert

    "Hätten wir dieses Jahr keine Videokonferenzen machen können, hätte ich ein Problem gehabt. Die Hälfte der Mitarbeiter, die die Arbeit organisieren, war zuhause", sagte Fischer, der in Mühlhausen einen Betrieb für Lichtsysteme, Werbetechnik und Metallverarbeitung führt. In diesem Zusammenhang sei auch ein zügiger Ausbau des 5G-Mobilfunkstandards notwendig.

    Appell an Politik und Gemeinden

    Die Politik müsse hier helfen, Ängste und Bedenken gegen neue 5G-Funkmasten abzubauen, sagt Fischer. Auch schnellere Genehmigungsverfahren seien wünschenswert. Die Gemeinden sollten außerdem die Förderprogramme in Anspruch nehmen, um noch bestehende Lücken schnell zu schließen.

    Schwandorfer Landrat: Glasfaser für alle Haushalte und Firmen

    Zustimmung erhielt Fischer vom Schwandorfer Landrat Thomas Ebeling (CSU), der auch an dem Pressegespräch der VBW Oberpfalz teilnahm. Langfristig müsse es das Ziel sein, alle Haushalte und Firmen mit Glasfaseranschlüssen auszustatten, sagte Ebeling.

    Die Kapazitäten seien bei den Anbietern und Baufirmen aber begrenzt. So müssten auch Zwischenlösungen konsequent genutzt werden. Entsprechende Technologien seien verfügbar, so Ebeling.

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