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Oberfrankens Polizei testet Deutschlands erstes mobiles IT-Labor | BR24

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Ein Blick auf die Arbeitsplätze im bundesweit ersten mobilen Forensik-Labor der Polizei, das nun in Oberfranken getestet wird.

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Oberfrankens Polizei testet Deutschlands erstes mobiles IT-Labor

Immer mehr Straftaten finden im Internet statt. Um dem gewachsen zu sein, erprobt die oberfränkische Polizei nun stellvertretend für die Beamten in ganz Bayern ein mobiles IT-Labor. Kostenpunkt des Hightech-Fahrzeugs: rund 300.000 Euro.

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Von
  • Thorsten Gütling

Als erster Polizeiverband in Deutschland ist das Polizeipräsidium Oberfranken im Besitz eines mobilen Forensik-Labors. Wie die Polizei mitteilt, soll in Oberfranken damit stellvertretend für alle bayerischen Präsidien getestet werden, wie der Kampf gegen die steigende Computerkriminalität gewonnen werden kann. Um 40 Prozent ist die Zahl der Vorfälle alleine in Oberfranken im vergangenen Jahr gestiegen, wie aus der aktuellen Kriminalitätsstatistik hervorgeht.

Ein vollwertiges IT-Labor in einem ausgebauten Transporter

Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) stellte das rund 300.000 Euro teure Fahrzeug in München vor. Demnach handelt es sich um ein vollwertiges mobiles IT-Labor, das von oberfränkischen Spezialisten für digitale Forensik betrieben werden kann. Seit dem 1. Januar 2015 besteht bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg die Zentralstelle Cybercrime Bayern (ZCB). Sie ist zuständig für die Bearbeitung herausgehobener Ermittlungsverfahren im Bereich der Cyberkriminalität in ganz Bayern.

  • Bamberg wird Zentrum im Kampf gegen Missbrauch im Internet
  • Technik arbeitet autark im Kampf gegen Computerkriminalität

    Das Hightech-Fahrzeug ist mit drei Arbeitsplätzen ausgestattet. In dem ausgebauten Transporter sollen nach Angaben der Polizei die weltweit ersten luftgefederten Serverschränke verbaut sein. Ein ausgeklügeltes Energiekonzept mache es zudem möglich, dass die technischen Geräte schnell hochgefahren und mehrere Tage autark betrieben werden könnten.

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    Ein ausgebauter Transporter wird für 300.000 Euro zum deutschlandweit ersten mobilen Labor für IT-Forensik der Polizei.

    Polizei will bei Cyberangriffen besser vor Ort ermitteln

    Das Fahrzeug soll es der Polizei im Zuge eines Cyberangriffs auf ein Unternehmen unter anderem ermöglichen, vor Ort Daten zu sichern und neben den klassischen Spuren am Tatort auch digitale Spuren vor Ort zu sichern und auszuwerten.

    Erst im vergangenen Jahr war der weltweit agierende Maschinenbauer Netzsch aus Selb Opfer eines Hackerangriffs geworden. Weite Teile der Produktion standen noch Tage nach dem Angriff still.

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