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Das Statistische Landesamt verzeichnet für Oberfranken einen Rückgang an angemeldeten Insolvenzen. (Symbolbild)

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    Bayernweit stärkster Rückgang von Insolvenzen in Oberfranken

    Im Januar sind in Oberfranken fast 45 Prozent weniger Isolvenzanträge gestellt worden als im gleichen Monat des Vorjahres. Das ist der stärkste Rückgang in Bayern. Allerdings gibt es Unterschiede zwischen Unternehmen und Privatpersonen.

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    Von
    • Thorsten Gütling

    Trotz Corona-Pandemie ist die Zahl der Insolvenzen in Bayern um etwa acht Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen. Für Oberfranken meldet das Statistische Landesamt gar ein Minus von fast 45 Prozent. Einen größeren Rückgang der Insolvenzen gibt es in ganz Bayern nicht.

    In Mittelfranken liegt der Rückgang bei zehn Prozent. Zurückzuführen sind die Zahlen darauf, dass Unternehmen seltener Insolvenz beantragt haben. Unter Privatpersonen und Selbstständigen steigt die Zahl der Insolvenzen hingegen stetig an.

    Corona-Maßnahme beeinflusst Statistik von Insolvenzen

    Als Ursache für den Rückgang der Unternehmensinsolvenzen sehen die Statistiker die Tatsache, dass zwischen März und September des vergangenen Jahres die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, ausgesetzt wurde, um die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. Zuletzt war diese Ausnahmeregelung bis Ende April verlängert worden. Allerdings warnen Experten davor, dass sich Unternehmer trotz der Ausnahme dennoch strafbar machen könnten.

    Doch auch nach Ablauf der Schonfrist sei die Zahl der Insolvenzanträge nach Angaben des Landesamtes auf einem "außergewöhnlich niedrigen Niveau" geblieben. Demnach haben im Januar insgesamt 138 Unternehmen in Bayern einen Antrag auf Insolvenz gestellt und damit fast 33 Prozent weniger als im Januar des Vorjahres.

    Zahl der insolventen Selbstständigen steigt an

    Die Zahl der Insolvenzanträge von Privatpersonen oder Selbstständigen steigt dagegen seit September stetig an. Wurden damals bayernweit noch 230 Insolvenzen dieser Art gemeldet, waren es im Januar bereits 721. Allerdings: Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist auch diese Zahl um rund ein Prozent gesunken.

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