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Oberfränkische Reha-Kliniken werden für Corona-Patienten geräumt | BR24

© picture alliance/David Ebener

Die Höhenklinik in Bischofsgrün ist eine von drei Reha-Kliniken der DRV in Oberfranken, die derzeit für Corona-Patienten geräumt wird.

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    Oberfränkische Reha-Kliniken werden für Corona-Patienten geräumt

    Acht Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern werden für Corona-Patienten geräumt. Darunter sind auch drei Kliniken in Oberfranken. Das Gesundheitsministerium hat die Räumung angeordnet.

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    Von
    • Lasse Berger

    Die Suche nach möglichen Standorten für Hilfskrankenhäuser für Corona-Patienten in Bayern wirkt sich auch auf Oberfranken aus. Wie die Deutsche Rentenversicherung Nordbayern (DRV) mitteilt, hat das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege angeordnet, die acht Reha-Kliniken des Klinikverbunds zu räumen und die vorhandenen Bettenkapazitäten für die Behandlung von Coronavirus-Patienten zur Verfügung zu stellen.

    Drei Reha-Kliniken in Oberfranken sind betroffen

    Von der Maßnahme sind insgesamt drei Kliniken in Oberfranken betroffen: Die Klinik Herzoghöhe in Bayreuth, die Höhenklinik in Bischofsgrün (Lkr. Bayreuth) und die Frankenwaldklinik in Bad Steben (Lkr. Hof). Die acht Kliniken könnten zusammen 5.000 Betten zur Verfügung stellen. Bereits seit zwei Wochen haben die Reha-Kliniken der Deutschen Rentenversicherung Nordbayern keine neuen Reha-Patienten mehr aufgenommen.

    Vorbereitungen auch in Wunsiedel und Selb

    Auch andere Kommunen in Oberfranken ergreifen entsprechende Maßnahmen. Wie eine Sprecherin der Stadt Wunsiedel auf BR-Anfrage mitteilt, befinden sich im Krankenhaus in Selb nur noch Corona-Patienten, während in Wunsiedel Patienten mit anderen Erkrankungen behandelt werden. Zudem könnte die Bettenkapazität im Krankenhaus Selb um 60 Plätze erweitert werden. Die für Corona-Patienten erforderliche Technik sei bereits angefordert. Probleme bereite allerdings noch die Suche nach zusätzlichem Personal.

    Schule in Hof steht für Patienten bereit

    Wie ein Sprecher der Stadt Hof dem BR auf Nachfrage bestätigt, stehe in Hof eine Schule in Nähe des Klinikums bereit. Diese könne als Hilfskrankenhaus umfunktioniert werden. Eingerichtet sei es bislang allerdings noch nicht.

    26 Hilfskrankenhäuser in Bayern gesucht

    In ganz Bayern hat der Aufbau von 26 Hilfskrankenhäusern zur Versorgung von Corona-Patienten begonnen. Möglichst noch in dieser Woche sollen sogenannte "Ärztliche Leiter" Konzepte für ihren jeweiligen Rettungsdienstbereich einreichen. 26 solcher Bereiche gibt es in Bayern. Sie sind entweder zuständig für eine Großstadt oder mehrere Landkreise. Ob die Hilfskrankenhäuser an bereits bestehende Kliniken angegliedert werden oder beispielsweise von Sanitätseinheiten der Bundeswehr betrieben werden sollen, werde im Einzelfall entschieden, heißt es auf BR-Nachfrage aus dem bayerischen Innenministerium.

    Viechtach: Aus Internat wird Klinik

    Das erste Hilfskrankenhaus Bayerns ist unterdessen in Viechtach (Lkr. Regen) eröffnet worden. Im Notfall können dort 56 Corona-Patienten behandelt werden. Bei dem Gebäude handelt es sich um das Internat einer Hotelberufsschule. Gedacht ist die Einrichtung für Patienten, die noch krank sind, aber keine intensivmedizinische Betreuung mehr brauchen.

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