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Oberbayerns Tourismus-Betriebe mit gemischter Sommerbilanz | BR24

© BR/Susanne Hagenmaier

Mit dem Sommer geht eine schwierige Tourismus-Saison zu Ende. Viele stecken in der Krise, manche haben aber auch mehr Umsatz gemacht als vor der Corona-Pandemie. Eine Bilanz des Regionalverbands Tourismus Oberbayern München e.V.

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Oberbayerns Tourismus-Betriebe mit gemischter Sommerbilanz

Mit dem Sommer geht eine schwierige Tourismus-Saison zu Ende. Weil viele Menschen "Urlaub dahoam" gemacht haben, wurden manche Regionen förmlich überrannt, andere mussten um Besucher werben. Auch für Betriebe fällt die Bilanz unterschiedlich aus.

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Die Bilanz des Regionalverbands Tourismus Oberbayern München e.V. fällt gemischt aus: Es gibt große Unterschiede zwischen Stadt und Land – und während manche Anbieter von Übernachtungsmöglichkeiten profitierten, stecken andere tief in der Krise.

"Ausflugs-Ticker" - Wo gerade wenig los ist in Oberbayern

Voralpenland wurde von Touristen überrannt

Insgesamt gab es im Juni nur etwa halb so viele Übernachtungen wie im Vorjahr, meldet der Regionalverband. Beliebtes Ziel waren vor allem die Seenregionen im Voralpenland – sowohl für Tagestouristen, die immer wieder für Verkehrschaos sorgten, als auch für deutsche Sommertouristen, die statt früher nur drei bis vier Tage heuer oft gleich 14 Tage blieben. Beliebtes Ziel war etwa Kochel am See, zu dessen Gemeindegebiet auch der teilweise der Walchensee gehört. Die Nachfrage nach Campingplätzen, Ferienwohnungen oder Urlaub auf dem Bauernhof war enorm. Die Hotels dagegen verzeichneten erst ab Juli wieder bessere Übernachtungszahlen. Und die meisten Gaststätten leiden bis heute massiv unter den Corona-Einschränkungen.

Dramatische Lage von Betrieben in oberbayerischen Städten

Schwierig ist die Lage in den Städten. Besonders in München leiden Hotels, Gaststätten und Veranstalter darunter, dass keine Messen stattfinden und auch keine Sportveranstaltungen oder Konzerte. Dazu kommt, dass kaum geflogen wird und die Touristen aus dem Ausland fehlen. Anbieter von Stadtführungen, Gruppenreisen oder Tagungen machen nur wenig oder gar keinen Umsatz mehr.

Lockdown sorgt für nicht aufholbare Umsatzeinbrüche

Laut Regionalverband gilt für alle touristischen Regionen in Oberbayern: Der Einbruch während des Lockdowns im Frühjahr – 2,4 Milliarden Euro Verlust durch Umsatzausfall allein von März bis Mai – sei kurzfristig nicht mehr wettzumachen. Die Entwicklung des Infektionsgeschehens und das Wetter im Herbst seien entscheidend für die Frage, wie viele Betriebe diese Krise überstehen, so der Tourismus Oberbayern München e.V..

Corona-Krise als Chance für kleinere Regionen

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