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Obdachloser riskiert sein Leben für ein paar Münzen | BR24

© pa/dpa

Symbolbild: Münchner S-Bahn

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    Obdachloser riskiert sein Leben für ein paar Münzen

    Seinen Versuch, sein auf die Schienen der S-Bahn gefallenes Kleingeld einzusammeln, hätte einen 34-jährigen Obdachlosen in der Münchner Station am Isartorplatz fast das Leben gekostet. Das meldet die Bundespolizei.

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    Der Vorfall ereignete sich bereits am späten Samstagnachmittag. Dem 34-Jährigen war das Kleingeld in den Gleisbereich gefallen. Daraufhin sprang der Mann vom Bahnsteig auf die Schienen, um die Münzen wieder aufzusammeln. Gleichzeitig fuhr eine S-Bahn in die Station ein.

    Gefährlicher Eingriff in den Bahnverkehr

    Der Triebfahrzeugführer erkannte die drohende Gefahr und stoppte den Zug sofort mit einer Notbremsung. Der Zug kam daraufhin nur wenige Meter vor dem 34-Jährigen zum Stehen. Der völlig betrunkene Mann wurde von Bundespolizeibeamten mit auf die Wache am Ostbahnhof genommen, wo er sich überaus aggressiv benahm und die Polizisten beschimpfte.

    Gegen den Mann wird nun wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ermittelt. Im S-Bahn-Verkehr kam es durch die Aktion zu erheblichen Verspätungen. In der durch die Notbremsung gestoppten S-Bahn wurden keine Reisenden verletzt, wie die Bundespolizei mitteilte. Die Beamten warnten in diesem Zusammenhang davor, Gegenstände, die auf die Schienen gefallen sind, selbst aus dem Gleisbereich zu holen. Man solle sich in jedem Fall zunächst an das Bahnpersonal wenden oder im Notfall die Bundespolizei zur Hilfe rufen.