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Die Anzeige in der SZ
© BR-Studio Franken/Rainer Aul

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Die Anzeige in der SZ

"Kandidieren Sie jetzt für die Kommunalwahl im März 2020" ist in der Stellenanzeige zu lesen, die am Samstag in der Süddeutschen Zeitung zu finden war. Geschaltet wurde sie von den Dinkelsbühler Stadtratsfraktionen von SPD und Die Grünen sowie einer Gruppe "engagierter Bürgerinnen und Bürger". Das Interessenbündnis "Zusammen für DKB" wirbt auch auf einer eigenen Website für die Kandidatensuche.

Auch die Freien Wähler in Dinkelsbühl haben bislang niemanden gefunden, der für das Amt des Oberbürgermeisters kandidieren will, und eine Suchanzeige ins Internet gestellt. "Wir suchen für den Kommunalwahlkampf 2020 einen klugen Kopf mit politischem Sachverstand, der neue Lösungen findet", heißt es dort.

Eher ungewöhnlich

Der Kandidatenmangel bei Kommunalwahlen ist seit Langem ein Problem und immer wieder Thema. Oft werden allerdings Bewerber für Gemeinderäte, Kreisräte und Bezirksräte gesucht. Dass sich keine Aspiranten für Spitzenposten wie den des Oberbürgermeisters einer Großen Kreisstadt finden lassen, ist eher ungewöhnlich.

OB seit 2003 im Amt

Derzeitiger Amtsinhaber ist der promovierte Verwaltungsjurist Christoph Hammer von der CSU. Er löste 2003 seinen Vorgänger Otto Sparrer von den Freien Wählern ab und ist seitdem durchgehend Oberbürgermeister in Dinkelsbühl. Bei der letzten Kommunalwahl 2014 wurde er mit großer Mehrheit gewählt. Einen Gegenkandidaten gab es damals nicht. "Damit sich das nicht wiederholt, suchen wir jetzt", erklärt Bernd Lober, Dinkelsbühler SPD-Ortsvorsitzender, das Vorgehen von "Zusammen für DKB". Bürger hätten der SPD und den anderen Parteien bei der letzten Wahl vorgehalten, dass es keinen Gegenkandidaten gab.