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Reiter in München vor Wiederwahl, CSU-Erfolg in Nürnberg | BR24

© picture alliance / sampics / Stefan Matzke

Archivbild: Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter

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    Reiter in München vor Wiederwahl, CSU-Erfolg in Nürnberg

    OB-Stichwahlen in Bayern: In der Landeshauptstadt München zeichnet sich ein klarer Sieg von SPD-Amtsinhaber Dieter Reiter ab. Die SPD jubelt auch in Ingolstadt und Bamberg, verliert aber ihre einstige Hochburg Nürnberg an die CSU.

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    Im Münchner Stadtrat stellt die SPD zwar hinter Grünen und CSU nur noch die drittstärkste Kraft, doch SPD-Oberbürgermeister Dieter Reiter wird wohl klar im Amt bestätigt werden: Bei der Stichwahl liegt er nach Auszählung von 636 der 1.001 Bezirke mit 71,4 Prozent deutlich vor CSU-Herausforderin Kristina Frank (28,6 Prozent). Das Endergebnis wird in der Landeshauptstadt erst am Montag feststehen.

    CSU holt OB-Posten in Nürnberg

    In der einstigen SPD-Hochburg Nürnberg feiert dagegen die CSU: Deren Kandidat Marcus König setzte sich laut dem vorläufigen amtlichen Endergebnis mit 52,2 Prozent gegen seinen SPD-Kontrahenten Thorsten Brehm (47,8 Prozent) durch. Der langjährige Amtsinhaber Ulrich Maly (SPD) war nicht mehr angetreten.

    SPD-Kandidat Brehm sagte im BR Fernsehen, das Ergebnis sei "bitter für mich und die Nürnberger Sozialdemokratie". CSU-Chef Markus Söder freute sich auf Twitter über einen "tollen Erfolg". Der designierte Oberbürgermeister König sagte im BR, er werde nun sowohl mit der SPD als auch mit den Grünen in Nürnberg Gespräche führen, um "eine breite Mehrheit im Stadtrat zu erreichen".

    Augsburg erstmals mit einer Frau an der Spitze

    Auch in Augsburg war mit Kurt Gribl (CSU) der Amtsinhaber nicht mehr angetreten. Dort bleibt der Oberbürgermeister-Posten bei der CSU - erstmals steht aber eine Frau an der Spitze der Stadt. Die bisherige Bürgermeisterin Eva Weber gewann mit 62,3 Prozent deutlich gegen den SPD-Bewerber Dirk Wurm (37,7 Prozent). Weber sagte zu ihrer Wahl: "Seit 2.035 Jahren das erste Mal eine Frau an der Spitze, ja, das bedeutet für mich schon etwas."

    Machtwechsel in Ingolstadt

    In Ingolstadt muss CSU-Amtsinhaber Christian Lösel derweil den Chefsessel im Rathaus räumen. Nach Auszählung aller Stimmbezirke liegt er mit 40,7 Prozent unerwartet deutlich hinter seinem SPD-Herausforderer Christian Scharpf, der auf 59,3 Prozent kommt. Damit steht Ingolstadt vor einem historischen Wechsel: Seit 1972 wurde die Stadt von einem CSU-Oberbürgermeister regiert.

    In Bamberg haben die Sozialdemokraten ebenfalls Grund zum Jubeln: Hier liegt SPD-Amtsinhaber Andreas Starke laut dem Endergebnis mit 59,3 Prozent klar vor Jonas Glüsenkamp (Grüne), der auf 40,7 Prozent der Stimmen kommt.

    FDP-Mann Putz gewinnt in Landshut

    Die Bayreuther Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe (Bayreuther Gemeinschaft, BG) muss nach acht Jahren im Amt Platz machen für den bisherigen Zweiten Bürgermeister Thomas Ebersberger von der CSU. In der Stichwahl erhielt Ebersberger 53,6 Prozent der Stimmen, Merk-Erbe kam auf 46,4 Prozent.

    Bei der Stichwahl um das Oberbürgermeister-Amt in Landshut ist Amtsinhaber Alexander Putz (FDP) wiedergewählt worden. Er erreichte laut dem Endergebnis 70,4 Prozent der Stimmen, Ex-Grünen-Landeschefin Sigi Hagl landete bei 29,6 Prozent.

    Landräte: Erfolge für CSU und Freie Wähler

    Bei den nach dem ersten Wahlgang noch umkämpften Landrats-Posten dürfen sich vor allem CSU und Freie Wähler freuen. In zehn der bisher ausgezählten Landkreisen setzten sich die Kandidaten der Christsozialen durch – unter anderem in Miesbach, wo Olaf von Löwis deutlich mehr Stimmen erhielt als Amtsinhaber Wolfgang Rzehak von den Grünen. Bei sechs Landrats-Stichwahlen setzten sich Kandidaten der Freien Wähler durch. In den Landkreisen München und Rosenheim gab es bis 23 Uhr kein vorläufiges Stichwahl-Endergebnis.

    Corona: Auszählung unter besonderen Umständen

    Wegen der Corona-Pandemie erfolgt die Auszählung in ganz Bayern dieses Mal unter besonderen Schutzvorkehrungen und daher langsamer als sonst üblich. In Regensburg wird sogar erst am Montag ausgezählt. Hier erreichte die CSU-Kandidatin Astrid Freudenstein bei der OB-Wahl vor zwei Wochen 29,5 Prozent. Sie tritt gegen Gertrud Maltz-Schwarzfischer von der SPD an, die auf 22,2 Prozent der Stimmen kam.

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