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OB Reiter kündigt alternativen Münchner Mietspiegel an | BR24

© BR/Moritz Steinbacher

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat am Montag angekündigt, dass die Stadt einen alternativen Mietspiegel erheben will. Dieser soll dann als Richtwert für die Mieten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften herangezogen werden.

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OB Reiter kündigt alternativen Münchner Mietspiegel an

Oberbürgermeister Dieter Reiter hat am Montag angekündigt, dass die Stadt einen alternativen Mietspiegel erheben will. Dieser soll dann als Richtwert für die Mieten der städtischen Wohnungsbaugesellschaften herangezogen werden.

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Die durchschnittliche Kaltmiete ist in München von 11,23 Euro auf 11,60 Euro gestiegen. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter reagierte auf die Zahlen des heute vorgestellten offiziellen Mietspiegels. So hat Reiter angekündigt, dass die Stadt einen alternativen Mietspiegel ermitteln will, der als Richtwert der städtischen Wohnungsbaugesellschaften herangezogen werden soll.

Offizieller Mietspiegel als Richtwert für ortsübliche Vergleichsmiete

Der qualifizierte Mietspiegel wird von Kommunen alle zwei Jahre erhoben und gilt als Richtwert für die ortsübliche Vergleichsmiete und damit auch für die gesetzliche Mietpreisbremse. Bei Neuvermietungen darf die errechnete durchschnittliche Miete um maximal zehn Prozent überschritten werden. Allerdings durften bei der Erhebung in München nur knapp 12.000 von knapp 37.000 Mieter-Interviews berücksichtigt werden.

Strenge gesetzliche Vorschriften für Mietspiegel-Berechnung

Für die Berechnung des offiziellen Mietspiegels dürfen nur Mietverträge herangezogen werden, die nicht älter sind als vier Jahre. Altmieten oder geringere Mieten von sozial geförderten Wohnungen oder Genossenschaften dürfen nicht beachtet werden.

Mietspiegel verteuert Mieten überdurchschnittlich stark

Wenn niedrigere Mieten aber unberücksichtigt bleiben, steigt der Mietspiegel ständig und die Mieten verteuern sich in der Folge überproportional, kritisierte Oberbürgermeister Dieter Reiter. Er forderte die Bundesregierung deswegen auf, die Berechnung des Mietspiegels zu ändern.

Einstweilen will München selbst aktiv werden und einen Mietspiegel erstellen, bei dem wirklich alle Mieten miteinbezogen werden. Der rechtlich aber nicht bindende alternative Mietspiegel soll frühestens bis Februar 2020 erhoben werden.