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Alles zur Maskenpflicht

Oans, zwoa, g'öffnet - Münchner Biergärten sind auf | BR24

© BR/Birgit Grundner

Biergarteneröffnung zur Corona-Zeit

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    Oans, zwoa, g'öffnet - Münchner Biergärten sind auf

    In München gibt es über 2.500 Gastronomiebetriebe mit einer "Freischankfläche". Sie durften ab diesem Montag wieder öffnen, allerdings mit strengen Hygiene-Auflagen. Das ist für viele nicht einfach.

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    Allein in München gibt es rund 2.500 gastronomische Betriebe mit Freischankflächen – vom kleinen Straßencafé bis zum großen Biergarten. Nicht alle haben gleich an diesem Montag aufgemacht. Denn wer es tun wollte, musste eine ganze Reihe von Hygienemaßnahmen ergreifen.

    Am Chinesischen Turm haben nur noch 700 Gäste Platz

    Wie viel Aufwand die Auflagen für die Wiedereröffnung bedeuten, zeigt das Beispiel des Biergartens am Chinesischen Turm in München. Bei aller Freude über den Neustart war die Stimmung bei den Betreibern deshalb auch etwas gedämpft. Denn es erinnert nicht viel an den gewohnten Biergartenbetrieb. Wegen der Abstandsregeln haben statt 7.000 nur höchstens 700 Gäste Platz.

    Eintrag mit Telefonnummer in Listen für den Infektionsfall

    © BR/Birgit Grundner

    Erst nach dem Eintrag kommt man rein

    Jeder bestellt gleich am Eingang anhand einer Einweg-Speisekarte, bekommt ein Set und eingeschweißtes Besteck, wird noch mit Maske an einem Tisch platziert. Damit im Fall einer Infektion die Nachverfolgung möglich ist, müssen sich alle in Listen eintragen – mit desinfizierten Kugelschreibern, die auch nur einmal benutzt werden dürfen.

    "Übungslabor" für andere Betriebe

    © BR/Birgit Grundner

    Desinfizierte Einweg-Kugelschreiber

    Brotzeiten und Getränke bringen die Bedienungen an die Tische – selbst holen geht erst einmal nicht. Es war nicht viel Zeit, um die Hygienekonzepte für die Wiedereröffnung zu erstellen und die Mitarbeiter zu schulen. Der Rest ist jetzt 'Learning by doing' und dient auch als Blaupause für weitere Betriebe der Haberl-Gastronomie. Der Biergarten am Chinesischen Turm sei also auch eine Art "Übungslabor", sagte eine Sprecherin.

    Innenstadtwirte: etwa 60 Prozent machen mit

    Nicht alle, die dürfen, haben gleich am Montag wiedereröffnet: Für manche mache es einfach keinen Sinn, sagt Gregor Lemke, der Vorsitzende des Vereins Münchner Innenstadtwirte. Gerade für die Kollegen, die draußen nur ein paar Tische haben, aber dafür drinnen einen "großen Apparat anwerfen" müssten: Das sei "betriebswirtschaftlich nicht darstellbar". Lemke schätzte, dass etwa 60 Prozent der Innenstadtwirte aufgemacht haben – so wie er selbst den "Klosterwirt" an der Frauenkirche.