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Nur wenige Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen | BR24

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So menschenleer wie heute waren Straßen und Plätze in Bayern an einem Samstag sehr lange nicht mehr. Seit Mitternacht gelten verschärfte Corona-Ausgangsbeschränkungen.

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Nur wenige Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen

Die meisten Menschen in Bayern halten sich an die Ausgangsbeschränkung, die wegen der Corona-Pandemie seit Mitternacht gilt. Das zeigen die ersten Bilanzen von Innenministerium und Polizei. Sie lobten das Verhalten der meisten Bürger.

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Die Ausgangsbeschränkung, die seit Mitternacht gilt und die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen soll, zeigt offenbar Wirkung: Am späten Samstagnachmittag hat Bayerns Innenminister Herrmann eine Bilanz gezogen und sich zufrieden geäußert. Lediglich in einigen Fällen habe die Polizei kleinere Menschengruppen angetroffen, zu besonderen Problemen sei es bei den Kontrollen nicht gekommen. Herrmann verwies allerdings auch darauf, dass es zum Teil auch am nasskalten Wetter gelegen haben könne, dass weniger Menschen unterwegs waren.

Der Innenminister kündigte an, dass weiter konsequent kontrolliert werde, ob die Anordnung eingehalten werde. Dazu sei jedes Polizeipräsidium mittlerweile mit zwei Einsatzzügen der Bereitschaftspolizei verstärkt worden.

"Es geht jetzt darum, das öffentliche Leben so weit wie möglich zu beschränken. Die Einhaltung der Ausgangsbeschränkungen ist unerlässlich, um die Corona-Pandemie einzudämmen." Bayerns Innenminister Joachim Herrmann

Münchner Polizei meldet wenig Verstöße

Auch die Polizei in München zeigte sich zufrieden. Sprecher Marcus da Gloria Martins erklärte im BR-Interview, die Nacht sei ruhig verlaufen, bei rund 60 Kontrollen seien zehn Verstöße festgestellt worden. Das sei für eine Millionenstadt ein guter Wert. Da Gloria Martins kündigte an, die Polizei werde bei den Kontrollen weiter mit Augenmaß vorgehen. Zudem verwies er darauf, dass derzeit keine Passierscheine notwendig seien, er empfahl aber, immer einen Ausweis dabei zu haben.

"Nehmen Sie, wenn sie beruflich unterwegs sind, einfach eine formlose Bescheinigung des Arbeitgebers mit. Da muss nur draufstehen, wer Sie sind und dass Sie tatsächlich berufstätig und nicht im Homeoffice sind. Das verkürzt die Kontrollen." Marcus da Gloria Martins, Sprecher der Münchner Polizei

Bürger in ganz Bayern halten sich an Vorgaben

Insgesamt berichtet das Polizeipräsidium Oberbayern, dass bei rund 1.600 Kontrollen 64 Verstöße festgestellt worden sein. Auch aus den anderen Regierungsbezirken melden die Polizeidienststellen, dass die Menschen sich überwiegend an die Ausgangsbeschränkungen halten, lediglich vereinzelt ist von Verstößen die Rede.

Telefonnummer 110 für Notfälle frei halten

Unterdessen bittet die Polizei, bei Fragen zur Ausgangsbeschränkung nicht die Telefonnummer 110 zu wählen. Diese soll für Notfälle frei bleiben. Stattdessen bietet etwa die Webseite des bayerischen Innenministeriums wichtige, allgemeine Informationen.

Wichtige Fragen und Antworten zu den Ausgangsbeschränkungen finden Sie auch hier.