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Auf einem Schreibtisch türmen sich die Akten neben dem Computer und dem Stempelkarussell.

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    Nur teilweise Homeoffice in schwäbischen Behörden

    Laut einer neuen Verordnung des Bundesarbeitsministeriums müssen Arbeitgeber Homeoffice – wenn es die Tätigkeit zulässt – künftig ermöglichen. Bei den Kommunen in Schwaben ist man dabei unterschiedlich weit.

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    Von
    • Viktoria Wagensommer

    Viele erwarten von kommunalen Einrichtungen, dass sie bei der Umsetzung der von der Regierung beschlossenen Maßnahmen mit gutem Beispiel vorangehen. Beim Thema Homeoffice sind allerdings nicht alle Behörden in Schwaben auf dem gleichen Stand – die Spanne reicht von fünf bis fünfzig Prozent der Mitarbeiter.

    Nicht für alle Mitarbeiter ist Homeoffice möglich

    Wo Kundenkontakt notwendig ist, zum Beispiel im Bürgerbüro, müssen die Mitarbeiter natürlich am Arbeitsplatz bleiben. Das gilt auch für Mitarbeiter, die beispielsweise bei einer kommunalen Kita, im Pflegeheim oder im Klärwerk arbeiten. Möglich ist Homeoffice vor allem bei Verwaltungsarbeiten am Computer. In der Stadt Donauwörth haben nur etwa ein Drittel der Mitarbeiter solche Jobs.

    Homeoffice-Quoten sind sehr unterschiedlich

    In der Stadt Dillingen und im Landratsamt Oberallgäu zum Beispiel sind etwa die Hälfte der Mitarbeiter zumindest zeitweise im Homeoffice. Im Donau-Rieser Landratsamt dagegen liegt die Quote bisher bei nur etwa fünf Prozent. Laut Pressesprecherin Gabriele Hoidn überlege man aktuell, wo es noch möglich ist, den Arbeitsplatz zu verlegen. Dort, wo es umsetzbar sei, wolle man das baldmöglichst anbieten.

    Viele Mitarbeiter müssen technische Ausstattung selbst stellen

    Homeoffice-Willige müssen beispielsweise im Landratsamt Oberallgäu die technische Ausstattung komplett selbst stellen und bezahlen, also den Computer, das Telefon oder das Handy und die Internetverbindung. Bei der Stadt Kempten hat man als Alternative damit angefangen, den Mitarbeitern im Notfall auch Laptops zu stellen. Rund fünfzig hat die Stadt schon angeschafft.

    Viel Zuspruch von den Mitarbeitern im Homeoffice

    Richard Schießl, Wirtschaftsreferent in Kempten, sagte dem BR, viele seien froh über die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten und seien sehr zufrieden damit. Ihm zufolge schätzen sie es, dass sie sich dadurch besser vor einer Ansteckung schützen können. Sowohl im Büro als auch auf dem Weg zur Arbeit, zum Beispiel im Bus, könne man dadurch viele Kontakte reduzieren.

    Homeoffice nicht beliebig weit ausbaubar

    Nach Einschätzung des Personalreferents der Stadt Augsburg, Frank Pintsch, würde eine weitergehende deutliche Erhöhung von Homeoffice-Möglichkeiten in Augsburg aktuell nur gehen, wenn Leistungen der Verwaltung eingeschränkt würden. Ihm zufolge sind in der Stadtverwaltung derzeit rund 2.200 Mitarbeiter und damit die Hälfte der Menschen mit PC-Arbeitsplätzen bereits im Homeoffice.

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